Neujahrsempfang im Schießheim / Ehrung für Damen der Spinnstube

Ehra soll „in Maßen“ wachsen

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Die Sänger des Shantychors „Elbsegler“ aus Lessien (Foto) umrahmten den Empfang.

Ehra-Lessien – Ganz im Zeichen maritimer Harmonien stand der Neujahrsempfang der Gemeinde Ehra-Lessien am Donnerstag im Schießheim Ehra: Der Shanty-Chor „Die Elbsegler“ aus Lessien bot mit bekannter Stimm- und Akkordeonsicherheit vertraute Lieder aus einer Zeit, in der die Seefahrt noch romantisch verklärte Männersache war.

Das tat dem gelungenen Auftritt des Ensembles keinen Abbruch: Die Lieder erklangen – deftig fröhlich oder zurücknehmend romantisch – rundum gelungen und mit großer Bühnenpräsenz vorgetragen, sodass sie sogar zum Schunkeln und rhythmischen Klatschen animierten.

Bürgermeister Jörg Böse führte durch die Veranstaltung, zu der auch der Bundestagsabgeordnete Falko Mohrs, der stellvertretende Landrat Werner Warnecke und Samtgemeindebürgermeisterin Manuela Peckmann ebenso gekommen waren wie die Initiatorin dieses Empfangs, Jenny Reissig.

Zwischen Seemannsliedern und dem sehr gut angenommen Büffet blickte Böse zurück auf ein Jahr mit Höhen und Tiefen. Die Sanierung der Bushaltestellen und des Buswendeplatzes in Lessien seien abgeschlossen worden. Im Zuge dieser Baumaßnahmen seien in der Hauptstraße in Lessien Fahrradabstellplätze geschaffen worden. Das sei auch dringend notwendig gewesen: Die vielen Fahrräder der Geflüchteten könnten nun geordnet an der Bushaltestelle abgestellt werden. Die Situation um die Wohnanlage für Geflüchtete habe sich geklärt: Die Unterkunft werde für weitere drei Jahre genutzt. Böse: „Ich stelle fest, dass das Miteinander gut läuft“.

Weiter teilte der Bürgermeister mit, dass der Bebauungsplan für das Baugebiet in Lessien endgültig beschlossen wurde. Die 24 Bauplätze des ersten Abschnitts seien bereits reserviert. Im Ortsteil Ehra gebe es keine freien Bauflächen mehr. Böse: „Deshalb werden wir uns in der zweiten Jahreshälfte mit den Vorbereitungen zur Aufstellung eines B-Planes für Ehra beschäftigen.“ Ehra bleibe eine wachsende Gemeinde, jedoch in Maßen.

Die Frauen der Spinnstube (Foto), die sich nach mehr als 30 Jahren aufgelöst hat, wurden besonders geehrt. 

Geehrt wurden die Damen der Spinnstube, die sich über 30 Jahre hinweg wöchentlich getroffen haben, um ihre Erzeugnisse einmal im Jahr in einem Basar anzubieten. Diese Einrichtung habe sich aufgelöst. Der Erlös sei jedes Mal zum Wohle der Gemeinde eingesetzt worden.

VON HORST MICHALZIK

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