Kirchengemeinde Brome-Tülau braucht Unterstützung bei Sanierung des Gemeindehauses

Ehra sagt Ja zur Kofinanzierung

Das Gemeindehaus der Bromer Liebfrauenkirche soll saniert werden. Um an LAG-Fördermittel zu kommen, bedarf es einer Kofinanzierung durch die Kommunen Ehra-Lessien, Tülau und Brome. Foto: Täger

Brome/Ehra/Tülau. Das evangelisch-lutherische Gemeindehaus in Brome soll saniert werden. Das ursprüngliche Vorhaben, das Gebäude abzureißen und an gleicher Stelle einen Neubau zu errichten, wurde im vergangenen Jahr wegen Denkmalschutzauflagen verhindert (das IK berichtete).

Wie Ullrich Lange vom Bauausschuss der Kirchengemeinde Brome Mittwochabend gegenüber dem Gemeinderat Ehra-Lessien erläuterte, soll die Sanierung 470 000 Euro kosten. Um Mittel aus dem LAG-Förderprogramm zu erhalten, bittet die Kirchengemeinde die Gemeinden Ehra-Lessien und Tülau, sich an einer Kofinanzierung zu beteiligen. Der Flecken Brome könne dies nicht alleine stemmen.

Für einen Neubau hätte es Zuschüsse von der Landeskirche Hannover gegeben, für eine Sanierung nicht. „Wir haben überlegt, in welchem Rahmen das Gemeindehaus saniert werden kann“, berichtete Pastor Helmut Kramer. Seit Jahren habe man beobachtet, dass das Gemeindehaus für die Gemeindearbeit räumlich und bedarfsgerecht angepasst werden müsse – auch in Richtung Energiekostenoptimierung bestehe dringend Handlungsbedarf.

„Dann kam die Idee auf, einen Antrag an die LAG zu stellen. Für die Gewährung von Mitteln muss allerdings eine kommunale Kofinanzierung sichergestellt sein“, teilte Kramer mit. Da der Flecken Brome die Mittel nicht alleine aufbringen kann, habe man sich überlegt, sich an Ehra und Tülau zu wenden – schließlich arbeite man auf kirchlicher Ebene auch zusammen. Für Ehra-Lessien und Tülau würde es sich um eine einmalige Zahlung von jeweils 10 000 Euro und für den Flecken Brome um 30 000 Euro handeln. Wie Lange ausführte, werde ein Viertel der Kosten aus Rücklagen der Kirchengemeinde entnommen, von der LAG kämen etwa 100 000 Euro.

„Sind wir die Ersten, die Sie fragen?“, wollte Jörg Böse (CDU) wissen. Dies beantworte Pastor Kramer mit einem Ja. Klare Worte fand Peter Albrecht (SPD): „Es ist sehr löblich, wenn Kirche und Politik zusammenarbeiten, aber das Ganze ist einfach aus der Not heraus geboren, weil Brome das Geld nicht aufbringen kann. Wenn wir uns beteiligen, erwartet ich künftig auch Gegenleistungen von der Kirche.“

„Wir sollten das nicht ganz so politisch sehen, sonst würden wir die Fördergelder beerdigen“, meinte Roland John (CDU). „Im Prinzip sage ich auch ja – nur wir haben genau wie Tülau unser Gemeindezentrum alleine finanziert. Wenn, dann möchte ich eine Vereinbarung mit allen drei Kommunen“, meinte Albrecht. Und so stimmten alle dem Beschluss zu, wenn bei ähnlichen künftigen Projekten in Ehra und Tülau dann auch alle drei Kommunen zusammen arbeiten.

Von Carola Hussak

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