Wohnbebauung in Abschnitten / Erschließung in Lessien beinahe fertig

Ehra: Neues Bauland erst in zwei Jahren

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Die Erschließung des Baugebietes Grundfeld III in Lessien ist so gut wie erfolgt.

Ehra – Auf seiner jüngsten Sitzung beschäftigte sich der Gemeinderat Ehra-Lessien mit langfristigen Plänen zu Bauland in der Gemeinde: Es ging um die Zielvereinbarung mit dem Regionalverband zur nachhaltigen Siedlungsentwicklung.

Die Gemeinde Ehra-Lessien entwickelt sich gut.

So berichtete Bürgermeister Jörg Böse zu Beginn der Sitzung über das Baugebiet Grundfeld III in Lessien. „Die Erschließungsmaßnahmen gehen voran und stehen kurz vor dem Abschluss“, sagte er. Weitere Bauplätze würden Mitte Juli verkauft, Reservierungsanfragen würden auch für die letzten beiden Bauplätze anliegen. Auch deshalb sei es angebracht, an die Zukunft zu denken.

Die Gemeinde möchte im Rahmen der 50. Änderung des Flächennutzungsplanes der Samtgemeinde Brome ein Gebiet von 9,2 Hektar südlich von Ehra für die Wohnbebauung ausweisen. Dort könnten rund 90 Grundstücke entstehen. „Und die Größe der Fläche ist der Knackpunkt“, erklärte Peter Albrecht. „Der Regionalverband lässt nur eine gewisse Eigenentwicklung zu.“ Die liege bei 3,5 Wohneinheiten pro Jahr und 1000 Einwohner. Die Fläche im Süden Ehras ist demnach also deutlich zu groß.

In Absprache mit dem Regionalverband musste sich die Gemeinde daher verpflichten, das Bauland nur abschnittsweise auszuweisen, um die Vorgaben zur Eigenentwicklung einzuhalten. „Die Fläche ist für 10 bis 15 Jahre angedacht“, erklärte Albrecht weiter. „Das wird nicht von heute auf morgen bebaut.“ Solche Befürchtung zeigten sich auch in der Einwohnerfragestunde, in der auch Böse beschwichtigte: Niemand wolle „Rühener Verhältnisse“. Die Entwicklung Ehras soll langsamer und organisch vonstattengehen.

„Ganz so, wie wir es etwa in Lessien auch machen“, sagte Albrecht. Die 9,2 Hektar könnten in drei oder sogar vier Abschnitten erschlossen werden. Der Rat beschloss einstimmig, so vorzugehen. Das bedeutet für Ehra zwar eine große Fläche Bauland. „Mit der Planung und Erschließung können wir dann aber frühestens in zwei Jahren beginnen“, schätzte Albrecht.

VON DENNIS TESCH

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