Zahl der Erkrankten liegt jetzt bei 9

Ehra-Lessien: Drei Neuinfektionen in Unterkunft – 13 Bewohner sind genesen

In der Flüchtlingsunterkunft bei Ehra-Lessien liegt die Zahl der Corona-Erkrankten nun bei neun. Von den zuvor 19 positiv getesteten Bewohnern sind 13 Personen genesen. Es gab drei Neuinfektionen.
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In der Flüchtlingsunterkunft bei Ehra-Lessien liegt die Zahl der Corona-Erkrankten nun bei neun. Von den zuvor 19 positiv getesteten Bewohnern sind 13 Personen genesen. Es gab drei Neuinfektionen.

Ehra-Lessien – Knappe zwei Wochen ist es her, dass sich 19 Bewohner einer Flüchtlingsunterkunft in Ehra-Lessien mit dem Corona-Virus infiziert haben. Die Anlage steht seit dem Pfingstwochenende unter Quarantäne.

Nun wurden alle Bewohner erneut getestet, die Ergebnisse lagen gestern vor.

Neun Personen aktuell erkrankt

Amtsarzt Dr. Josef Kraft hatte am Sonntag alle Bewohner der Flüchtlingsunterkunft erneut auf das Virus getestet. Von den ursprünglich 19 Infizierten gelten seit gestern 13 Personen als genesen. Sie weisen damit auch keine Infektion mit dem Corona-Virus mehr nach. Sechs der infizierten Personen sind weiterhin erkrankt. Außerdem haben sich drei weitere Bewohner trotz hoher Hygienemaßnahmen, Abstandsregeln und separaten Aufenthaltsbereichen angesteckt, teilten die Verantwortlichen des Landkreises Gifhorn mit. Neun Personen sind demnach aktuell erkrankt.

Landrat Dr. Andreas Ebel hob die großen Bemühungen hervor, mit denen die Mitarbeiter im Landkreis Gifhorn alles daran setzen, die Infektionsketten in der Flüchtlingsunterkunft so gut es geht nachzuvollziehen und weitere Ansteckungen zu vermeiden. „Meine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie die beteiligten Organisationen vor Ort leisten großartige Arbeit.“ Seit zwei Wochen seien viele rund um die Uhr im Einsatz. „Sie kümmern sich um die Bewohner, um deren Gesundheit und haben jetzt dafür gesorgt, dass wir schnell die aktuellen Testergebnisse vorliegen haben.“

Quarantäne teilweise aufgehoben

Bewohner, die gestern zum ersten Mal positiv getestet wurden, sollen zur Sicherheit nun separate Wohnungen in einem anderen Gebäude beziehen. So soll die Ansteckungsgefahr für alle Bewohner reduziert werden. „Mir ist die Gesundheit aller Bürgerinnen und Bürger wichtig“, betont Ebel. „Deswegen sorgen wir vorbeugend dafür, dass die Ansteckungsgefahr minimiert wird.“

Auch Bewohner, die mit den Infizierten zusammen in einem Gebäude gewohnt haben, sollen in Quarantäne bleiben, da sie als Kontaktpersonen der ersten Kategorie eingestuft worden sind. In der kommenden Woche folgt für sie ein erneuter Abstrich, teilte der Landkreis gestern mit.

Für alle anderen Bewohner – also negativ Getestete und Personen, die keinen direkten Kontakt zu Infizierten hatten – endete gestern die Quarantänezeit. Sie können das Gelände verlassen und ihren Alltag bestreiten.

Sozialarbeiter des Landkreises, Dolmetscher und die Kräfte der Polizei sollen jedoch weiterhin auf dem Gelände der Flüchtlingsunterkunft in Ehra-Lessien bleiben, um Verständnis zu vermitteln, den Gesundheitszustand zu prüfen, und um alle Fragen direkt zu klären, hieß es gestern vonseiten des Landkreises.

VON HILKE BENTES

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