Gleißendes Licht im Dunkel / Stromtankstelle und abgestelltes Auto

Rat Ehra-Lessien: Diskussion um Lichtfarbe und Effizienz

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Die Laternen in Ehra erhellen das frühe Dunkel von Herbst und Winter. Leider seien manche zu hell, monieren Anwohner. Auch die unterschiedlichen Lichtfärbungen (vorne gelb, weiter hinten weiß) waren Thema im Gemeinderat. 

Ehra-Lessien. Pünktlich zur dunklen Jahreszeit ging es im Gemeinderat Ehra-Lessien um die Beleuchtung. Das neue LED-Licht ist einigen Anwohnern zu grell und passe nicht ins Ortsbild. Daneben ging es um ein anderes, bereits verschwundenes Ärgernis und eine Stromtankstelle.

Im Anschluss an die Tagesordnung der jüngsten Gemeinderatssitzung kam das Thema der Beleuchtung auf. Nicht die Festbeleuchtung war gemeint, sondern die Straßenlampen. Es gab mehrere Beschwerden wegen der neuen LED-Laternen: Sie seien zu grell, leuchteten bis auf die Grundstücke einzelner und passten nicht ins Ortsbild, da andere Laternen gelblich leuchten. Ralf Großmann (SPD) erklärte, dass man defekte Natriumdampflampen, die im angenehmeren, gelblichen Licht strahlen, durch die moderneren LED-Lampen ersetze. Es gäbe auch diese in einem Gelbton, „Amber“ – Englisch für Bernstein – genannt. Allerdings seien die nur als Komplett-Aufsatz zu haben. „Wir wollen nicht immer den ganzen Kopf wegschmeißen, wenn eine Lampe kaputt geht“, sagte Großmann. „Deshalb nehmen wir die weißen.“ Darin, dass das gelbe Licht deutlich angenehmer sei, waren sich alle einig.

„LEDs halten länger“, fügte Bürgermeister Jörg Böse (CDU) hinzu. „Bei den Kosten nehmen die sich aber nichts.“ Dirk Fricke (CDU) stimmte zu, dass sich die Ersparnisse zwischen LEDs und Natriumlampen in Grenzen hielten. Wichtig sei, von den alten Quecksilber-Lampen wegzukommen.

„Es gibt asymmetrische Leuchten, die eher zur Straße als auf Grundstücke ausgerichtet sind“, sagte Fricke zum Thema ungewolltes Licht auf Privatgrund. „Man kann auch günstig einen Schirm installieren, wenn die Lampe zu grell ist.“ Das Thema soll noch einmal fundierter besprochen werden. „Ein einheitliches Ortsbild wäre wünschenswert“, so Fricke.

Ebenfalls Gesprächsbedarf gibt es wegen einer eventuell kommenden Stromtankstelle. „Der Schützenplatz wäre ein möglicher Standort“, sagte Böse. Der gehört der Gemeinde und ist auch ein öffentlicher Parkplatz. Da sei aber noch nichts spruchreif.

Gelöst ist dafür ein altes Ärgernis der Gemeinde: Der abgestellte und verwahrloste rote Volvo ist verschwunden.

Von Dennis Tesch

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