Anlieger ist in der Pflicht

Ehra: Grünstreifen an Tankstelle in katastrophalem Zustand

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Die Gemeinde will mit dem Anlieger das Gespräch suchen.

Ehra-Lessien. Der Bereich der Parkplätze an der Straße „Am Schützenplatz“ in Ehra befindet sich nach Aussage von Bürgermeisterin Jenny Reissig in einem katastrophalen Zustand.

Sträucher, die seinerzeit mal im Rahmen eines Dorferneuerungsprogramms gepflanzt wurden, um eine unansehnliche Mauer zu verstecken, müssten dringend zurückgeschnitten werden. Die Crux: Der Anlieger, der eigentlich in der Pflicht wäre, das Areal zu pflegen, tut dies nicht, weil er der Meinung ist, dass der Parkplatz vor dem Grünstreifen ja überwiegend von den Tankstellenkunden genutzt wird. Der Tankstellenpächter würde sich zur Pflege bereit erklären, wenn die Sträucher wegkämen und stattdessen Rasen gesät würde.

„Ein Rasen ist aber aufwändiger in der Pflege, der muss einmal in der Woche gemäht werden – und der Dreck muss trotzdem weggeräumt werden.“ Sträucher entfernen kam als Vorschlag von Andreas Sorge (SPD). Fraktionskollege Frank Bätje stellte zur Diskussion, ob die Sträucher mit Blick auf die Dorferneuerung überhaupt entfernt werden dürfen? Das wäre nach zwölf Jahren möglich, sagte Reissig. Peter Albrecht (SPD) wünscht sich, Wege zu finden, um diese Grünflächen zu erhalten. Schließlich müsse man als Gemeinde auch vorsichtig sein, wo man nachgebe.

Die Bürgermeisterin machte den Vorschlag, dass die Gemeinde die Sträucher zurückschneidet, das Unkraut entfernt und Rindenmulch aufträgt. Dem widersprach jedoch Bätje: „Wer für die Pflege zuständig ist, muss sie auch übernehmen. Die Gemeinde kann ja nicht für alles einspringen.“ Sträucher weg, pflastern und Bäume auf die Hauswand malen kam von Dirk Fricke (CDU) scherzhaft als Vorschlag.

Schlussendlich kamen die Ratsmitglieder überein, noch einmal mit dem betroffenen Anlieger zu sprechen. Ansonsten könnte es durch das Ordnungsamt der Samtgemeinde Brome zu einer Androhung kommen.

Von Carola Hussak

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