Wir leben nicht auf einer Insel der Glückseligkeit“

Ehra: Corona-Fall in Kita – Aber: Einrichtung muss nicht schließen

Ehra – Ein Corona-Fall in Ehras Kita. Im Laufe des Donnerstags wurde das Ergebnis einer positiv getesteten Person beim Betreuungspersonal bekannt. Aber die Einrichtung müsse nicht geschlossen werden, hieß es am Freitag. Der Betrieb für die nicht als Erstkontakt identifizierten Kinder und Mitarbeiter konnte damit fortgesetzt werden.

Die Zahnräder hätten in Ehra gut ineinandergegriffen, berichtete Bromes Samtgemeindebürgermeisterin Manuela Peckmann. Der Fall in Ehras Kindertagesstätte ist der erste bestätigte Corona-Fall in den Einrichtungen in der Samtgemeinde. Nach dem Verdachtsfall sei umgehend gehandelt worden. Donnerstag kam das positive Testergebnis vom Gesundheitsamt. Die Erstkontakte wurden ermittelt und für die Betroffenen eine 14-tägige Quarantäne ausgesprochen.

Es sind etwa 7 Kinder, die das Betreuungsangebot weiterhin in Anspruch nehmen können. „Das Gleiche gilt für die Erzieher, die keinen Kontakt gehabt haben, da sie beispielsweise im Urlaub waren“, so Peckmann. Die Prämisse, dass die Betreuung auch bei einem Corona-Fall aufrecht erhalten werden kann, habe damit geklappt.

Ehra-Lessiens Bürgermeister Jörg Böse zeigte sich sehr zufrieden mit dem Krisenmanagement der Samtgemeinde und des Gesundheitsamts. Allen voran wünsche er der betroffenen Person eine rasche Genesung. In dem Zuge verwies Böse auf Flyer, die letzte Woche in Ehra verteilt wurden. Darin wurde das Corona-Virus verharmlost – angesichts der aktuellen Situation ein komplett falsches Signal, findet Böse. „Wir leben nicht auf einer Insel der Glückseligkeit, wie es in dem Flyer dargestellt wird.“

Rubriklistenbild: © Peter Kneffel/dpa

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