Landrat Dr. Andreas Ebel verspricht eine großflächige Bekämpfung des Eichenprozessionsspinners

Im Drömling wird gekämpft

Der Eichenprozessionsspinner wird auch im Drömling großflächig aus der Luft und am Boden bekämpft.
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Der Eichenprozessionsspinner wird auch im Drömling großflächig aus der Luft und am Boden bekämpft.

Parsau – Man werde organisiert gegen den Eichenprozessionsspinner (EPS) vorgehen. Das hat Landrat Dr. Andreas Ebel Ende Januar im Parsauer Bürgerzentrum einer großen Menschenmenge versprochen.

Obwohl während und auch nach der Veranstaltung ordentlich diskutiert wurde, machen sich weiterhin Zweifel breit.

So drückt etwa Hans-Joachim Keil sen. in einem Leserbrief an das IK seine Sorge aus, dass aufgrund der Wasserläufe im Drömling und dessen Status als FFH-Gebiet dort nicht großflächig bekämpft werde. Das ärgere ihn besonders, da man damals fest zugesagt habe, „dass uns daraus keine Nachteile entstehen werden.“ Für Keil bestehe der Eindruck, „dass die Veranstaltung nur der Beruhigung der Menschen hier vor Ort dienen sollte.

Ebel erwidert, dass diese Vorwürfe „dem äußerst zeitaufwendigen und intensiven Engagement der Arbeitsgruppe in keinster Weise gerecht werden.“ Außerdem gebe „es keinen Anlass, an der zugesagten großflächigen Bekämpfung zu zweifeln.“ Eine Fläche von zirka 400 Hektar und über 1900 Einzelbäume würden behandelt. „Diese Maßnahme umfasst eine ganz erheblich größere Fläche als in den vergangenen Jahren“, erklärt Ebel gegenüber dem IK.

Obwohl die die Waldflächen im Drömling nicht in die Zuständigkeit der Gemeinden und des Landkreises fallen, habe Ebel erreichen können, dass auch dort bekämpft wird. „Fest steht damit: Es wird im Drömling wie zugesagt eine Bekämpfung sowohl großflächig aus der Luft, als auch durch Besprühen und Absaugen vom Boden aus stattfinden.“

Unabhängig davon gebe es aber nun einmal gesetzliche Vorgaben, die einzuhalten sind. Mit dem ausgewählten Kampf-Wirkstoff habe man eine ökologisch vertretbare Lösung gefunden, die mit 25 Metern Abstand so nah wie möglich an Gewässern eingesetzt werden darf. Bei anderen Sprühmitteln betrage der Mindestabstand bis zu 125 Meter.

VON DENNIS TESCH

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