Entscheidung zum barrierefreien Eingang vertagt

Gemeindebüro Parsau: Drei statt zwei Angebote

Die Rückseite der Alten Schule, in der sich seit etwas über einem Jahr das Parsauer Gemeindebüro befindet, soll einen behindertengerechten Eingang bekommen.
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Die Rückseite der Alten Schule, in der sich seit etwas über einem Jahr das Parsauer Gemeindebüro befindet, soll einen behindertengerechten Eingang bekommen.

Parsau. Dass für das Gemeindebüro in Parsau in der Alten Schule ein barrierefreier Eingang geschaffen werden soll, ist ein altes Thema. In diesem Fall soll eine Rampe in einer vorgeschriebenen Steigung zur Eingangstür installiert.

Dabei sind eine Sockel- und eine Stahlbaukonstruktion notwendig.

Zwei Angebote wollte die Gemeinde einholen – eins lag am Tag der jüngsten Ratssitzung vor, das andere sollte am anderen Tag eintreffen. Eine Entscheidung sollte der Verwaltungsausschuss treffen. Der Punkt wurde aber von der Tagesordnung genommen.

Die Kosten der beiden Angebote schwanken zwischen 12 000 und 17 000 Euro. „Das handelt sich um eine große Summe. Wir wollen lieber drei Angebote einholen “, forderte Fred Marhenke (SPD) für seine Fraktion. Ralph-Bruno Lichtnack (CDU) entgegnete: „Uns liegt morgen das zweite Angebot vor.“ Er sah eher ein Problem, dass die Stahlbaufirmen terminlich so ausgebucht seien, dass man lange warten müsste.

Nach einigem Hin und Her entschloss man sich im Rat, bis zur nächsten Sitzung ein drittes Angebot einzuholen. Dennoch monierte Marhenke: „Ich vermisse eine genaue Leistungsbeschreibung – wie hoch die Steigung sein soll. So werden wir kein vernünftiges Angebot bekommen.“ Dann, so Lichtnack, müsse man einen Planer beauftragen, der diese Sache ausarbeite. Steven Klatt (SPD) betonte, dass man schließlich über Gelder abstimme. Da sollten die Kriterien genauso vorgegeben werden. Und auch der Zeitpunkt, zu dem ein Angebot abgegeben werden soll. „Dass viele Firmen ausgebucht sind kann kein Grund dafür sein, nur ein oder zwei Angebote einzuholen.“ Ferner sollte überdacht werden, wer den Zuschlag für das Angebot erhält. „Wenn ein fremdes Unternehmen bei gleicher Leistung teurer ist als ein ortsansässiges, muss es nicht zwingend den Zuschlag erhalten“, war Klatt überzeugt.

Stefan Sudenfeld (CDU) machte schließlich den Vorschlag, das Thema in einer Sitzung nicht öffentlich zu diskutieren. Einstimmig wurde der Punkt von der Tagesordnung gestrichen und sich für ein nichtöffentliches Treffen ausgesprochen.

Von Carola Hussak

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