Samtgemeinde Brome hat nach ZGB-Analyse mögliche Flächen im Blick

Drei mögliche Windparks

Nachdem die Potenzialflächenanlyse des ZGB vorliegt, haben sich die Verwaltungs- und Fraktionsspitzen der Samtgemeinde Brome sowie deren Mitgliedsgemeinden über mögliche Standorte Gedanken gemacht. Zicherie wurde nicht thematisiert. Foto: Archiv

Brome. Keine Konzentration größerer Windkraftanlagen im Raum der Samtgemeinde Brome – dezentrale Potenziale, die möglichst keinen oder nur geringe Eingriffe in das Landschaftsbild und das Wohnumfeld nach sich ziehen, haben Priorität und sollen in die Planungsabsichten des Zweckverbandes Großraum Braunschweig (ZGB) eingebracht werden.

 In diesen Ansichten waren sich die Spitzen der Samtgemeinde sowie der Mitgliedsgemeinden einig, als sie sich Donnerstagabend im Bromer Rathaus mit dem Thema Windenergie beschäftigten.

Grundlage für die Beratungen im Rathaus war die „Potenzialflächenanalyse für Vorrang- und Eignungsgebiete Windenergienutzung“ des Zweckverbandes, die der Samtgemeinde Ende 2011 vorgelegt wurde. Diese Erhebung erfasst die möglichen Flächenpotenziale für die Errichtung weiterer Windkraftanalagen unter Berücksichtung eines Ausschlussflächenkataloges. Bis Ende Januar haben die Samtgemeinde und ihre Mitgliedsgemeinden die Möglichkeit, zur Erarbeitung eines Entwurfes durch den ZGB ihre Hinweise und Anregungen in einem noch nicht förmlichen Verfahren einzubringen.

Konkret bedeutet das die Ausweisung von drei neuen Flächen. Wie Samtgemeindebürgermeister Jürgen Bammel gestern mitteilte, liegen diese noch nicht „parzellenscharf diskutierten“ möglichen Standorte östlich zwischen Bergfeld und Tiddische, nordwestlich von Lessien beziehungsweise östlich von Ehra sowie nordöstlich von Brome in Richtung Mellin. Sie sollen sich an der Flächen-Mindestgröße von 50 Hektar orientieren, also jeweils etwa fünf bis acht Windkrafträder ermöglichen. Das bedeutet: keine neuen Windkraftanlagen bei Zicherie.

„Bei der Beratung war uns bewusst, dass wir vor keiner leichten Aufgabe stehen, denn der Ausstieg aus der Atomenergie und der intensivere Einstieg in die alternative Windenergie sind nicht ohne Veränderungen des Landschaftsbildes und gegebenenfalls des Wohnumfeldes machbar“, weiß der Samtgemeindebürgermeister.

Mit den Beratungsergebnissen sei „keine Beeinträchtigung“ verbunden und eine „tragbare Lösung“ erzielt worden. „Wir müssen dabei das Schutzgut Mensch im Auge behalten. Alle anderen Entscheidungen hätten den Interessen widersprochen“, so Bammel im IK-Gespräch.

Eine Entscheidung über diese konstruktiven Vorschläge, die dem ZGB vorgelegt werden sollen, soll laut Bammel nunmehr bis Ende Januar in den jeweiligen Gemeinderäten und dem Samtgemeinderat getroffen werden. „Mit dieser Darstellung des aktuellen Standes der politischen Gespräche soll Transparenz geschaffen werden, um Sorgen zu nehmen und Gerüchte auf eine sachliche Grundlage zu stellen“, betont der Verwaltungschef, der von einem „erfreulichen und konstruktiven Gespräch“ spricht.

Von Carola Peiser

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare