Tülaus Bürgermeister Martin Zenk spricht von einigen großen Projekten in diesem Jahr

Dorfregion, Haltestellen und Internet

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Noch in diesem Jahr sollen die Buswartehaltestellen modernisiert werden.

Tülau. Martin Zenk selbst spricht von einem Sprung ins kalte Wasser. Damit meint der Voitzer nicht nur seine erstmalige Mitgliedschaft im Tülauer Gemeinderat, sondern auch sein Amt als Bürgermeister, das er offiziell am 4. November von Herbert Lange übernommen hat.

„Er hinterlässt große Fußstapfen“, weiß der 45-Jährige. Allerdings erhält er nicht nur von seinen beiden Stellvertretern Hartmut Gase (SPD) und Christoph Wienecke (CDU) Schützenhilfe, sondern auch von Lange, der Zenk mit Rat zur Seite steht.

Martin Zenk freut sich auf die Aufgaben des Bürgermeisters.

Veränderungen wird es in der Ratsarbeit selbst geben. Wie Zenk erläutert, wird künftig auf die Fachausschüsse und den Verwaltungsausschuss verzichtet. „Durch die wesentlich engere Absprache untereinander werden die Ratsmitglieder besser eingebunden, die Zusammenarbeit wird intensiviert und konstruktiv“, ist der Bürgermeister überzeugt. Das Vorhaben hatte bereit Zenks Amtsvorgänger empfohlen. Daraufhin seien Gespräche geführt mit Bergfeld und Ehra-Lessien geführt worden, die ebenfalls auf Ausschüsse verzichten. Angedacht sei nun, jeden zweiten Mittwoch im Monat – außer in den Ferien – einen Gemeinderat abzuhalten, maximal zehn Sitzungen im Jahr.

Die Gemeinde setzt alles daran, den Schulstandort in Tülau-Voitze zu erhalten.

Laut Zenk stünden in diesem Jahr große Projekte an, die teilweise bereits in 2016 angeschoben wurden. So zum Beispiel die Dorfregion, in der sich Tülau, Brome, Parsau, Ehra-Lessien und Boitzenhagen als Wittinger Ortsteil wiederfinden. Für die Regionsbildung wurde ein Planungsbüro beauftragt. Zenk rechnet im nächsten halben Jahr mit einem Ergebnis. Bis dahin sollen Veranstaltungen in den Gemeinden die Bürger informiere und zur Ideenfindung beitragen. Dabei geht es um Gemeinsamkeiten, die die Ort verbinden oder wie voneinander profitieren kann. Auch Privatleute können von Fördermöglichkeiten profitieren. „Langfristig sollen Leitlinien aufzeigen, wohin die Entwicklung gehen soll – basierend auf ein Konzept.

Ein weiteres Projekt ist ist Sanierung der Ortsdurchfahrt Voitze, in deren Zug die Bushaltestellen erneutert werden sollen. Zenk ist zuversichtlich, dass dies noch in 2017 umgesetzt wird. Der finanzielle Eigenanteil sei im Haushalt eingestellt. Man sei auf einem guten Weg.

Thema wird auch die Breitbandversorgung sein. Bereits 2016 hat die Gemeinde der Vereinbarung mit dem Kreis zugestimmt. „Wir begrüßen diese nachhaltige, zukunftsträchtige Entwicklung“, frohlockt Zenk. Die Versorgung durch Glasfaserkabel bis ans Haus zudem erweiterungsfähig. Zenk: „Auf der Landkarte ist Tülau noch ein weißer Fleck mit einer Versorung unter 30 MBit/s. Ich denke, dass 2017 die Vorbereitungen laufen und 2018 die Umsetzung folgt.“

Als ein langfristiges Projekt bezeichnet der Bürgermeister den Erhalt des Grundschul-Standortes in Voitze. Zenk freut sich, dass die Schülerzahlen wieder etwas bergauf gehen. In 2016 besuchten 55 Schüler die Einrichtung. Die Gemeinde habe wenig Infrastruktur, aber immerhin eine Schule. Zenk spricht von einem besonderen Ort, in dessen natürlichem Umfeld Krippe, Kita und Schule befinden.

Von Carola Hussak

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