Jan de Jeu freut sich über Königstitel und seinen Kronprinzen Lutz Moenikes / Blasorchester aus Oschersleben zu Gast

Doppeldorf wird von Böckwitz aus regiert

Das Blasorchester aus Oschersleben begleitete die Schützen aus Zicherie und Böckwitz beim Feiern des Schützenfestes.
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Das Blasorchester aus Oschersleben begleitete die Schützen aus Zicherie und Böckwitz beim Feiern des Schützenfestes.

Zicherie/Böckwitz. Grün-weiß war das Dorf geschmückt, über Pfingsten feierten die Zicherieer gemeinsam mit den Böckwitzern ihr traditionelles Schützenfest. Und das hätte sich Jan de Jeu sicher nicht träumen lassen.

Drei Wochen nach der Krönung des neuen niederländischen Königs Willem-Alexander wurde er selber gekrönt. De Jeu ist der diesjährige Schützenkönig des Doppeldorfes Zicherie/Böckwitz. Der gebürtige Niederländer stammt wie der König des Vorjahres aus Böckwitz. Nach der Krönung am Sonnabend im Festzelt auf dem Schützenplatz durch Kommandeur André Lenz marschierten die Schützen zur Fahnenabgabe zu Walter Thiele. König de Jeu wurde dabei von seiner Lebensgefährtin Astrid und Kronprinz Lutz Moenikes und dessen Partnerin Katja begleitet. Moenikes hatte mit 29 Ringen einen Ring weniger als der neue König erzielt. Fahnenträger des ersten Zugs wurden Klaus Fehse und Wilfried Klopp, Fahnenträger des zweiten Zugs sind Timon Tiedge und Eike Lange. Nach der Fahnenabgabe feierten die Schützen und ihre Gäste beim traditionellen Abendbrot, bevor zu den Klängen der Tanzband Twoforyou ausgelassen weiter gefeiert wurde. Schon am Freitagabend gab es mit der Liveband Jukebox Stimmung auf dem Festzelt. Der Sonnabend wurde mit dem traditionellen Ummarsch durch den Ort mit dem Spielmannszug Lila Pipers und dem Blasorchester aus Oschersleben fortgesetzt. Das Blasorchester untermalte mit Musik auch die anschließende Kaffeetafel. Vor der Krönung hatten die Kinder der beiden Orte viel Spaß beim Kinderfest.

Am gestrigen Pfingstmontag ging das dreitägige Fest mit dem Schützenfrühstück weiter. Die 300 Gäste aus vielen Nachbarorten feierten gemeinsam mit den Gastgebern und wurden von der Blasmusik der Jägerkapelle unterhalten. Anschließend marschierten die Schützen mit vielen Vereinen und Abordnungen beim großen Festumzug durch die beiden Dörfer. Am Nachmittag klang das diesjährige Fest gemütlich am Abend aus. „Insgesamt sind wir mit dem Fest zufrieden“, sagte Schriftwart Thomas Lenz. Dass zum zweiten Mal der König aus Böckwitz kam, sei ein wenig ungewöhnlich. „Im Allgemeinen wechseln wir uns immer ab“, meinte Lenz mit einem Augenzwinkern.

Von Burkhard Ohse

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