Große Resonanz beim Dorfgespräch

Viel fehlt für Ehras Ganztagsgrundschule jetzt nicht mehr

In Ehra fand ein Dorfgespräch statt.
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Nach der Auftaktveranstaltung im September 2020 fand in Ehra erneut ein Dorfgespräch zum Thema Ganztagsschule statt. Und am Ende zogen Eltern, Schule und Träger zufriedene Gesichter. Die Umsetzung steht kurz bevor.
  • Hilke Bentes
    VonHilke Bentes
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Ehra – So weit fortgeschritten war die mögliche Umsetzung der angestrebten Ganztagsgrundschule in Ehra noch nie, davon war Schulausschussvorsitzender der Samtgemeinde, Jörg Böse (CDU), überzeugt. Die einstimmige Empfehlung des politischen Gremiums am Dienstagabend (7. September) sowie die Resonanz beim Dorfgespräch am Tag zuvor in Ehra machten deutlich:

Die Einführung des Ganztagsangebots steht bei Eltern, Schule und Träger auf mittlerweile stabilen Füßen. Nun liegt der Antrag für das Schuljahr 2022/23 endgültig vor. Wenn der Samtgemeinderat diesem am 29. September absegnet, steht der Umsetzung wohl nichts mehr im Weg.

Überraschend war die einstimmige Empfehlung für die Zustimmung des Antrags nicht, hatten sich doch die Samtgemeinderatsmitglieder im Frühjahr bereits klar positioniert und die Weichen für die Umsetzung gestellt (das IK berichtete). Die Schule soll unter gleichen Bedingungen wie die drei anderen Ganztagsgrundschulen in der Samtgemeinde geführt werden.

Bevor sich die Ausschussmitglieder am Dienstag mit der Thematik befassten, hatte die Gemeinde Ehra-Lessien am Montag in Zusammenarbeit mit Schule, Elternvertretern und der Samtgemeinde zu einem Dorfgespräch geladen. Fast ein Jahr war seit der Auftaktveranstaltung zum Ganztag vergangen. Und in diesem Jahr, das machte Böse als Bürgermeister der Gemeinde deutlich, habe sich ziemlich viel bewegt. „Hätte mir das einer vor fünf Jahren gesagt, dann hätte ich nicht daran geglaubt“, so Böse. Umso glücklicher war er über die Entwicklung und die Unterstützung aus Ehra-Lessien.

Hilfe der Vereine

Denn das Ganztagsangebot soll kommendes Schuljahr an fünf Tagen die Woche umgesetzt werden. Auch mithilfe der Vereine ist das möglich, denn ein Nachmittag pro Woche soll von ihnen gestaltet werden. „Das ist schon etwas Besonderes“, sagte Böse am Montag. Das gebe es in den anderen Ganztagsgrundschulen in der Samtgemeinde nicht. Beim Dorfgespräch berichtete der scheidende Elternratsvorsitzende Gordon Seitz über den Weg, den die Schule bis zur Stellung des finalen Antrags genommen hatte. Die Elternbefragung, offene Briefe und die Bildung von Arbeitsgruppen führten schlussendlich zum verhofften Erfolg. „Wir sind auf der Zielgeraden angekommen“, sagte Seitz. Und die Bedarfszahlen zeigen laut Seitz auch: Der Bedarf an Plätzen werde in den kommenden Jahren weiter steigen.

Der Ganztag in Ehra würde ab dem kommenden Schuljahr langsam starten, das erklärte dann auch Samtgemeindebürgermeisterin Manuela Peckmann. Die ganz großen baulichen Schritte würden zum Start noch nicht erfolgen. Vorerst könnte das Mittagessen in Assietten im Multifunktionsraum der Gemeinde im ersten Stock des Schulgebäudes eingenommen werden. Diesen Raum würde die Gemeinde zur Verfügung stellen, über diese Modalitäten müssen man dann noch verhandeln, so Böse. Im Gespräch bleibt sicherlich die weitere Entwicklung des Schulgebäudes – diese wird auch möglich, würde die Gemeindeverwaltung in den kommenden Jahren ausziehen.

Auch Rektor Andreas Lang war vor allem über die Unterstützung der Vereine froh. Und viele Eltern waren am Montag auf den Sportplatz gekommen, um sich über den Stand zu informieren. Es blieb auch Zeit für Fragen. So könnte die Betreuungszeit mit Gestaltung des Ganztags von 7.40 Uhr bis etwa 15.45 Uhr gesichert werden. Die Kinder, die derzeit die Grundschule in Brome aufgrund des dort angebotenen Ganztags besuchen, hätten ab dem kommenden Schuljahr auch die Möglichkeit des Zurückwechselns nach Ehra. „Aber das ist keine Pflicht“, so Lang.

Anlässlich der Schulausschusssitzung wurde dann noch einmal über bauliche Aufgaben gesprochen. So muss die Samtgemeinde für die Ausstattung sorgen, die nach Schätzungen der Verwaltung bei rund 25 000 Euro liegt. Über die freiwilligen Zuschüsse der Samtgemeinde, die sie auch für die anderen Ganztagsschulen zahlt, da das Land Niedersachsen nicht die vollständigen Kosten des Ganztags trägt, müsse man laut Peckmann dann noch einmal extra in den Haushaltssitzungen beraten. „Aber da gibt es ja keinen Zweifel, die werden wir genauso zahlen wie bei den anderen Schulen“, so Gerhard Borchert (CDU).

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