„Spekulationen“ um Bau eines Supermarktes in Rühen / Standort für Netto „sehr interessant“

Ins Detail geht keiner

Der Netto-Markt an der Hauptstraße in Rühen. In unmittelbarer Entfernung soll Gerüchten zufolge ein neuer Supermarkt für den Ort gebaut werden. Foto: Frankewitsch

Rühen. Bernd Wieprecht aus Rühen wünscht sich „klärende Gespräche“. Er habe gehört, dass im Ort ein Supermarkt gebaut werden soll. „Das Gerücht gibt es“, bestätigt Rühens Bürgermeister Karl-Peter Ludwig. Zwei Supermärkte gibt es derzeit im Ort. NP und Netto.

Der Netto-Markt in Rühen liegt an der Hauptstraße, der Bundesstraße 244. In der Nachbarschaft wohnt auch Wieprecht. In unmittelbarer Entfernung liegt eine Fläche, „die noch nicht im Bebauungsplan drin ist“, weiß der Rühener. Er habe vor Ort „Bodengrunduntersuchungen gesehen“. „Ein Zeichen, dass da was passiert“, wertet er.

Und: Er habe gehört, dass das Grundstück „an einen Investor“ verkauft worden ist. Ob es Netto ist, das sich vor Ort noch einmal niederlässt respektive vergrößert ist für ihn „die große Frage“. Ludwig will dazu derzeit keine Antwort geben. „Das sind noch Spekulationen“, sagt der Gemeindechef.

Der Lebensmitteldiscounter mit Sitz im bayrischen Maxhütte-Haidhof hält sich indes bedeckt. „Der Standort Rühen ist für Netto Marken-Discount grundsätzlich sehr interessant – weitere Details zu unseren Standortplänen können wir aktuell leider nicht geben“, so Netto-Pressesprecherin Christina Stylianou auf IK-Anfrage.

Damit überhaupt ein Unternehmen dort bauen kann, müsste laut Ludwig erst „der Flächennutzungsplan geändert“ und der „Bebauungsplan aufgestellt“ werden. Nicht zuletzt müsste sich das oberste politische Gremium in der Samtgemeinde für die Planänderungen aussprechen. „Es muss ja durch den Samtgemeinderat. Das geht seinen offiziellen Weg“, erklärt das Gemeindeoberhaupt.

Der zeitliche Rahmen für diese Angelegenheit ist demnach noch nicht abgesteckt. „Es gibt auch keinen Termin“, merkt Ludwig an. Aber vielleicht bekommt Anwohner Wieprecht ja ein klärendes Gespräch.

Von Benjamin Post

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