Erweiterungsbau wohl mit Verzug

Wohin mit Parsaus Grundschülern?

Die Grundschule Parsau
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Parsaus Grundschule kriegt ein Platzproblem.
  • Hilke Bentes
    VonHilke Bentes
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Parsau – Noch sind es Gedankenspiele, aber die Ursache für eben solche wird sich im Laufe des Jahres nicht mehr ändern. Es geht um die Situation an Parsaus Grundschule: Ab dem kommenden Schuljahr wird sie komplett zweizügig – der dafür benötigte Anbau kann dabei wohl aber noch nicht von Anfang an genutzt werden (das IK berichtete). Die ausgelasteten Baufirmen werden dieses Pensum nicht schaffen. Wohin dann mit den Schülern?

In der Sitzung des Bergfelder Gemeinderates klang es schon an, und auch beim jüngsten Schulausschuss stand die Thematik auf dem Zettel. Schon jetzt ist abzusehen, dass der Anbau in Parsau für den Beginn des Schuljahres 2022/23 nicht rechtzeitig fertig wird. „Anfängliche optimistische Einschätzungen zur Dauer der Umsetzung können aufgrund massiver Engpässe in der Baubranche und Lieferschwierigkeiten nicht mehr geteilt werden, sodass Übergangslösungen in Betracht gezogen und geprüft werden müssen“, heißt es aus Verwaltungssicht. Ausgebuchte Unternehmen und Materialknappheit führen zu einer angespannten Situation, die bundesweit anhält.

Das sind für Parsau schlechte Nachrichten, ist doch eine Menge zu tun. Der Samtgemeinderat hatte sich bereits im Frühjahr für die aufwendigere Variante entschieden, um den Standort auch mit Blick auf das Ganztagsangebot zukunftsfähig zu gestalten. Eine große Mensa soll entstehen, um den Ganztagsbereich zu separieren. Damit könnte die jetzige Mensa als Klassenraum genutzt werden.

Dass die ehemalige Außenstelle in Bergfeld eine mögliche Option sein könnte, ist bereits bekannt. Dafür müsste aber auch aus der Gemeinde das Signal kommen, dass das in ihrem Besitz stehende Gebäude zur Verfügung steht und nicht schon für eine andere Nutzung gebraucht wird.

Seitens der Schulleitung in Parsau wurden neben weiteren Möglichkeiten die Nutzung des ehemaligen Parsauer Feuerwehrhauses zur Essenversorgung sowie die Einnahme der Mahlzeiten innerhalb der Klassenräume vorgeschlagen, um so die jetzige Mensa schon vorab als Klassenraum nutzen zu können. „Diese Vorschläge werden aktuell auf Umsetzbarkeit geprüft“, erklärte Peckmann bei der Sitzung.

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