Wahlkreis Wolfsburg-Helmstedt

Bundestagswahl: Das sind die Kandidaten für die Samtgemeinde Brome

Bundestagswahl.
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Am Sonntag können Bürger aus der Samtgemeinde Brome ihre Kandidaten für den Bundestag wählen.
  • Hilke Bentes
    VonHilke Bentes
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Samtgemeinde Brome – In der Samtgemeinde Brome gilt es am kommenden Sonntag (26. September) noch einmal vier Kreuze zu setzen: Neben den Stichwahlen um die Ämter des Samtgemeindebürgermeisters und des Landrats ruft auch die Bundestagswahl in die 17 Wahllokale. Wer sich zur Wahl stellt und damit auch die Samtgemeinde Brome im Bundestag vertreten will – das IK gibt einen Überblick über die Kandidaten.

Die Samtgemeinde Brome gehört dem Wahlkreis Helmstedt-Wolfsburg an. Zu diesem gehören insgesamt 37 Gemeinden und die kreisfreie Stadt Wolfsburg – aus dem Landkreis Gifhorn zählt neben Brome auch die Samtgemeinde Boldecker Land dazu. Jeder wahlberechtigte Bürger kann dabei am Sonntag zwei Kreuze setzen: Mit der Erststimme wird der Wahlkreisabgeordnete per Direktwahl gewählt. Mit der Zweitstimme wählt man die Landesliste einer Partei. Insgesamt gibt es elf Wahlkreisabgeordnete, die für den Wahlkreis 51 in den Bundestag einziehen wollen.

Falko Mohrs ist erneuter Spitzenkandidat für die SPD, seit 2017 vertritt er den hiesigen Wahlkreis im Bundestag. Mohrs ist Mitglied im Ausschuss für Wirtschaft und Energie und im Ausschuss Digitale Agenda. Mohrs will sich weiter für die Wirtschaftspolitik einsetzen, so sollen dabei auch die kleinen und mittelständischen Unternehmen gefördert werden. Sichere Arbeitsplätze und Mitbestimmungsrechte der Belegschaft sind Mohrs wichtig. Der Sozialdemokrat setzt sich auch für das Rückkehrrecht von Teilzeit in Vollzeit ein, um Familien zu unterstützen.

Auch Andreas Weber, der für die Christdemokraten ins Rennen geht, kämpft um Stimmen. Seit über 20 Jahren ist Weber in der Kommunalpolitik aktiv, nun will er in den Bundestag. Als seine Ziele benennt er die weitere wirtschaftliche Stärkung der Region. Auch bei der Digitalisierung, Bildung und beim Thema Dorferneuerung sieht er Entwicklungschancen. Gerade die ländliche Region um Brome möchte der CDU-Kandidat in Sachen Infrastruktur weiter stärken.

Kristin Erika Krumm geht für die FDP ins Rennen. Die Wolfsburgerin kandidiert auch für die Landesliste auf Platz 17 der Freien Demokratischen Partei. Die 33-Jährige ist in Wolfsburg Fraktions- und Kreisvorsitzende der FDP, und will sich für ein modernes, digitales und freies Deutschland einsetzen. Krumm will eine Abgeordnete für alle Bürger sein – für sie sei die Zeit für Veränderungen gekommen.

Frank Bsirske kandidiert für die Grünen. Der ehemalige Verdi-Vorsitzende stammt aus Helmstedt und lebt jetzt in Hannover und Berlin, seit 1986 ist er bei den Grünen. Bsirske will sich für soziale Gerechtigkeit, demokratische Rechte und ein selbstbestimmtes Leben aller Menschen einsetzen. Dabei sieht er die Klimakrise als Menschheitskrise – und will sich für die Energie-, Verkehrs- und Agrarwende einsetzen.

Stephanie Scharfenberg tritt für die AfD an. Seit 2016 ist sie Mitglied in der AfD und ist Ratsfrau im Wolfsburger Stadtrat. Sie will sich dafür einsetzen, die traditionelle Familie zu stärken. Sie fordert eine Willkommenskultur für Kinder, Familienförderung sowie Schutz des ungeborenen Lebens, dabei lehnt sie Gender-Ideologien und die zunehmende Übernahme der Erziehungsaufgabe durch staatliche Institutionen ab.

Bernd Hermann Mex will für Die Linke in den Bundestag. Der 56-Jährige sieht vor allem den Umstieg auf E-Mobilität als einen entscheidenden Faktor für die Region an, um Arbeitsplätze zu sichern. Er will sich für eine „kluge Industriepolitik“ einsetzen. Mex fordert einen Politikwechsel, um die Sorgen der Wähler in den Mittelpunkt der Politik zu stellen. Dazu gehört für ihn auch die Stärkung des öffentlichen Gesundheitswesens.

Die Freien Wähler haben Frank Schrödl als Bundestagskandidaten benannt. Auf der Landesliste der Freien Wähler steht Schrödl auf Platz 26. Seine Ziele sind die Gleichheit, Freiheit aller und demokratische Prinzipien ohne Quoten und Bevormundung. Der Umweltschutz und die Verringerung der Treibhausgase sind für Schrödl wichtige Themen, dabei will er die finanzschwächere Bevölkerung nicht aus den Augen verlieren.

Dora Maria Weigl wurde von der Ökologisch Demokratischen Partei als Kandidatin für den Bundestag benannt. Die 39-Jährige hat ihre Kernthemen auserkoren: Sie steht für Tierschutz, Umweltschutz und Familienförderung. Anfang des Jahres wurde sie von den Mitgliedern in Wolfsburg gewählt. In dem Bundeswahlprogramm der ÖDP finden sich auch Klima-, Umwelt- und Artenschutz sowie die Reform der Arbeitswelt und der Sozial-, und Gesundheitssysteme.

Peter Kunick tritt als Einzelkandidat an. Er will als aktiver Gewerkschafter besonders den Jüngeren Mut machen, selbst Politik zu machen. Daneben will er den Jugendlichen ein positives Ziel geben. Der 65-Jährige steht für „echten Sozialismus“. Dabei positioniert sich Kunick gegen die „Rechtsentwicklung der Regierung“ und er will sich aktiv für Arbeitsplätze und Umweltschutz bemühen.

Wilfried Wiesenthal aus Wolfsburg tritt ebenfalls als Einzelkandidat an, um sich für den Klimaschutz starkzumachen.

Der elfte Kandidat für die Bundestagswahl ist Johann Sebastian Günter Hönig (ebenfalls Einzelkandidat). Hönig stammt aus Wolfsburg und ist bereits 2017 als „Opa Breaveheart“ angetreten und kämpft wieder um Stimmen

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