Adolf Bannier kritisiert Umleitung der überlasteten B 248 in Brome – und fordert Ortsumgehung

„Das ist ökologischer Unsinn“

Täglich wälzen sich zahllose Fahrzeuge über die B 248 in Brome. Adolf Bannier setzt sich daher nachdrücklich für den Bau einer Ortsumgehung ein. Zugleich kritisiert er die Kosten, die die Umleitung zur Bundesstraße bereits verursacht hat. Foto: Archiv

ola Brome. „Die Bundesstraße 248 ist sowohl aufgrund eines zunehmenden Individualverkehrs als auch wegen des steigenden Last- und Schwerlastverkehrs eine wichtige Fernstraßenverbindung zwischen Niedersachsen und Sachsen-Anhalt, darüber hinaus im Landkreis Gifhorn eine wichtige Wirtschafts- und Berufsverkehrsachse“, macht der Bromer Adolf Bannier deutlich.

Aufgrund städtebaulicher Zwänge und des Ausbauzustandes wird nach Ansicht von Bannier die B 248 ihrer Funktion als Bundesfernstraße daher in der Ortslage des Fleckens Brome nicht mehr gerecht. Sie wurde bereits 1993 für den Lkw-Verkehr über zehn Meter gesperrt und umgeleitet. Dadurch würden, so Bannier, zehn weitere Ortschaften mit ihren Orts- beziehungsweise Kreisstraßen zusätzlich belastet. Diese Mehrlänge von rund 20 Kilometern unterstreiche in eindeutiger Weise diesen dadurch ausgelösten „ökologischen und ökonomischen Unsinn“.

„Die Kosten, die durch die Umleitung bisher verursacht wurden, hätten möglicherweise für eine Ortsumgehung bereits gereicht“, ist sich Bannier sicher. Dennoch sei ein baulicher Substanzverlust bis hin zu Leerständen im Ortskern von Brome weiter sichtbar und kennzeichne diese Situation. Nennenswerte Investitionen im Privatbereich seien den Grundstückseigentümern nicht zuzumuten.

„Von daher war die bisherige Ausweisung einer Ortsumgehung Brome – für die betroffenen Bürger Bromes stets ein Projekt der deutschen Einheit – im Bundesverkehrswegeplan folgerichtig. Nach notwendigen und umfangreichen Untersuchungen erfolgte am 20. Juni 2010 die Linienbestimmung nach Paragraf 16.1 des Fernstraßenausbaugesetzes durch das Verkehrsministerium“, sagt Bannier. Demnach erstrecke sich die geplante Ortsumgehung über rund 4,9 Kilometer. Das wäre laut Bannier eine durchaus überschaubare Länge, die den Forderungen nach einem möglichst geringen Bodenverbrauch – demzufolge geringere Herstellungskosten – und den ökologischen Verpflichtungen Rechnung trage.

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