Experten geben Entwarnung / Weitere Forschungen laufen

Corona-Virus für Tiere gefährlich?

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Ist das Corona-Virus für Haustiere gefährlich? Die Lessiener Tierärztin Dr. Birgitta Habermann bezweifelt das.

Samtgemeinde Brome – Ist das Corona-Virus eine Gefahr für Tiere? Diese Frage geistert in dieser Woche in Familiengesprächen, Medien und sozialen Netzwerken herum. Die allgemeine Unruhe ist auch in der Samtgemeinde Brome angekommen.

Aber sowohl das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft als auch Dr. Birgitta Habermann, die in Lessien eine Tierarztpraxis führt, geben Entwarnung.

Sorgen um Haustiere

Dr. Birgitta Habermann, Tierärztin aus Lessien

Die weitestgehende Einstellung des öffentlichen Lebens, die Schließung von Schulen und Kindertagesstätten und nun auch der Produktionsstopp von Volkswagen – eine solche Situation stellt die Bürger der Samtgemeinde Brome vor eine ungewohnte und beängstigende Situation, bei der noch nicht absehbar scheint, wie sich die Lage entwickeln wird. In den unruhigen Zeiten fragen sich Menschen, ob sie sich auch um ihre geliebten Haustiere sorgen müssen.

Fall in Hongkong wirft Fragen auf

Die Frage war nach einem Fall in Hongkong aufgekommen, bei dem ein Hund eines infizierten Besitzers mit geringen Erregermengen positiv auf das Virus getestet wurde. „Unklar bleibt, ob es sich dabei um eine aktive Infektion oder eine passive Verunreinigung durch die Virusmengen aus der Umgebung handelt“, teilte das Friedrich-Loeffler-Institut für Tiergesundheit jüngst mit. Das Tier hatte keine Symptome gezeigt. Die Experten gehen weiterhin davon aus, dass es für Katze und Hund kein Infektionsrisiko gibt.

Tiere bisher keine Überträger

Fest steht: Die dynamische und noch unabsehbare Ausbreitung des Virus lassen keine endgültigen Schlüsse zu. Weitere Tests sollen handfeste Ergebnisse liefern. „Nach aktuellem Stand der Wissenschaft kann das Corona-Virus nicht von Haustieren auf Menschen oder umgekehrt von Menschen auf Haustiere übertragen werden“, teilte auch das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft mit.

Haustierhalter müssen nichts befürchten

Haustierhalter müssen sich also nicht wegen einer möglichen Isolation ihrer Tiere sorgen. Lessiens Tierärztin Dr. Birgitta Habermann teilt die Einschätzung der Wissenschaftler. „Haustierbesitzer haben nichts zu befürchten“, stellte sie gegenüber dem IK klar. In den sozialen Medien hätten bereits Tierheime über eine steigende Zahl an abgegebenen Tieren berichtet, die von besorgten Menschen abgegeben werden. Da kann die Tierärztin nur mit dem Kopf schütteln. Sie selbst habe solche Fälle nicht mitbekommen, aber sie finde dieses Verhalten unmöglich.

VON HILKE BENTES

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