Casting der Kommunalwahlen

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In der Samtgemeinde Brome sind die Partein für die bevorstehende Kommunalwahl bereits auf Kandidatensuche.

Brome - Von Benjamin Post. Ja, nein oder noch unentschlossen – der CDU-Gemeindeverband Brome stellt die Bürger schon vor der Wahl vor die Wahl. Für die Kommunalwahlen am 11. September läuft bei den Christdemokraten und auch den anderen Parteien in der Samtgemeinde Brome die Kandidatensuche.

Bis zum 15. Januar müssen die rund 170 Mitglieder der Bromer CDU einen Fragebogen an die Partei zurückschicken. Darauf können die Mitglieder hinter drei Auswahlmöglichekeiten ein Kreuzchen setzen. Sie können ankreuzen, ob sie für einen Gemeinderat, den Samtgemeinderat oder den Kreistag kandidieren würden. „Ich stelle fest, dass der Rücklauf recht ordentlich ist, sagt der Vorsitzende des Gemeindesverbandes, Heino Meyer, der bisher von „30 Prozent“ der Mitglieder Rückmeldung erhalten hat. Als Bewerber für die Listenplätze sind Frauen und Männer aufgefordert, Interesse zu zeigen – aus allen Bereichen und Generationen.

In Zeiten der Politikverdrossenheit und mangelnder Bereitschaft zu ehrenamtlichem Engagement in der Gesellschaft wollen die Christdemokraten auch Bürger gewinnen, die nicht das Parteibuch haben. „Die CDU ist selbstverständlich offen für andere“, so Meyer. Diese „müssten kein Mitglied unserer Partei werden“, erklärt der Vorsitzende. Es gehe darum, die „qualitativ besten Kandidaten zu finden“.

Bei der SPD läuft auch die Suche nach geeigneten Kandidaten für die Listenplätze. „Wir sind dabei“, sagt der Vorsitzende des Gemeindeverbandes der Sozialdemokraten, Karl-Peter Ludwig. „Im Frühjahr“, so Ludwig, „könnte feststehen, wer als Kandidat in den Wahlkampf geht.“ Bei den Sozialdemokraten, die seit den letzten Wahlen im Samtgemeinderat die Opposition bilden, stellen zunächst die Ortsvereine die Kandidaten auf, die der Gemeindeverband schließlich auf die Liste platziert.

Auch die vermeintlich kleinen Parteien halten Ausschau, wen sie ins Rennen schicken. Das Wählerbündnis für Umwelt und Soziales, kurz W-BUS, will nach den Wahlen auch wieder die Politik der Samtgemeinde mitbestimmen. „Wir wollen in der nächsten Legislaturperiode mit im Boot sein“, macht Wilfried Sievers klar. Anfang März könnte feststehen, mit wem das Bündnis auf Stimmenfang geht. „Wir planen, mit den Unterstützern zusammen zu kommen“, sagt Sievers. Er ist als W-BUS-Mann zur Zeit Mitglied im Samtgemeinderat. W-BUS sitzt in einer Gruppe mit der CDU und Bündnis 90/Die Grünen.

Letztere stellen ihre Mannschaft ebenfalls auf. „Wir sind da in Arbeit“, sagt die Vorsitzender der Grünen in Brome, Astrid Leibach. Sie ist momentan das Ratsmitglied der Partei. Die Grünen wollen öffentlich präsent sein und sich in der Samtgemeinde zeigen.

Die Bürgerliste Liberale, Unabhängige (BLU), die mit Adolf Bannier und Wilhem Granse im Samtgemeinderat sitzt, will bei den Wahlen auch wieder um die Gunst der Wähler buhlen. „Aufstellen werden wir uns sicher“, sagt der Fraktionsvorsitzende Bannier. Die BLU wolle sich in den nächsten Wochen mit interessierten Leuten treffen.

Die CDU will ihre Bewerber im Frühjahr nominieren. Vor dem Ablauf der Frist 15. Januar stellt Meyer fest: „Ich bin überrascht, wie viele für den Kreistag Interesse haben.“ Wer noch genauere Informationen zu einer Kandidatur bei den Kommunalwahlen haben möchte, hat eine weitere Auswahlmöglichkeit auf dem Fragebogen. „Ich möchte ein Informationsgespräch führen“, heißt es auf dem Papier. Hier hat man jedoch nur die Wahl zwischen ja oder nein.

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