Schroten und Maischen

In der Burg Brome wird traditionell gebraut

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Ralf Bettermann (r.) leitete erneut ein Seminar zum Bierbrauen in der Burg Brome. Einige Wochen gehen ins Land, dann bekommen die Teilnehmer ihr Bier. 

Brome – Das Brauen in der Burg Brome hat eine lange Tradition. Es war seit der Renaissance eine der wichtigsten Einnahmequellen. Reste dieser Brauerei von 1570 sind heute noch im Original zu sehen. Sie befinden sich jetzt unter der Gläsernen Bühne.

Die Mitarbeiter des Museums hatten die Idee, das alte Braurecht wieder zum Leben zu erwecken. Das geschah am Sonnabend: Ralf Bettermann leitete ein siebenstündiges Seminar zu diesem Thema, und sieben Teilnehmer nutzten die Gelegenheit, ihr eigenes nahrhaftes Getränk herzustellen.

Christopher Frank von der Privatbrauerei.

Die Anleitung lag wieder in der Hand von fachkundigen Braumeistern: Robert Kampenbach und Christopher Frank von der Privatbrauerei Wittingen leiteten an und lieferten die Zutaten. Das Wasser in den Metallbehältern war bereits vorgewärmt, als das Getreide ausgegeben und abgewogen wurde. Dann ging es vor die Tür in den Innenhof, wo als erste Tätigkeit das Schroten mithilfe einer kleinen Mühle anstand.

Neben Schroten gehören zum Brauen Maischen, Würze kochen und die Gärung des fertigen Bieres. Einige Wochen werden ins Land gehen und dann kann sich jeder Teilnehmer einen Anteil von fünf Litern abholen, um es zu verkosten.

VON HORST MICHALZIK

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