Brüderpaar regiert in Brome

Klaus Müller ist Schützenkönig, sein Bruder Adolf Karl Müller grüßt als Kronprinz

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Das neue Bromer Königshaus um König Klaus Müller, Kronprinz Adolf Karl Müller und Kronprinzessin Petra Müller.

Brome. Das gab es in mehr als zwei Jahrhunderten Vereinsgeschichte noch nie: Ein Brüderpaar steht seit dem Samstag an der Spitze der Bromer Schützen, Klaus Müller als König, sein Bruder Adolf Karl als Kronprinz.

Beide sind seit Jahrzehnten im Schützenverein aktiv und errangen schon im Kindesalter hohe Ehren. Damals war allerdings Adolf Karl der Kinderkönig und Klaus der Kronprinz. Der Familie liegt offenbar die Schützentradition im Blut. Vor langen Jahren war schon ihr Großvater Schützenkönig.

Für König, Kronprinz und Kronprinzessin rollte eine Kutsche an der Spitze des Ummarsches.

Proklamation und Krönung bildeten den Höhepunkt des Bromer Schützenfestes, das am Freitagmittag mit dem Aufzug der Wachen und einer Kranzniederlegung am Ehrenmal begonnen hatte und mit dem Abholen der Fahnen sowie der Königstafel fortgesetzt wurde. Ein stimmungsvoller Großer Zapfenstreich für den scheidenden Schützenkönig bei Fackelschein auf dem Burghof beschloss den ersten Tag.

Eindrucksvoll: Mit dem Großen Zapfenstreich im Burghof wurde das scheidende Königshaus am Freitagabend mit allen Ehren verabschiedet.

Damit wurden Vorjahres-Regent Karsten Konschak mit seiner Ehefrau Andrea und Kronprinz Thomas Timm mit seiner Ehefrau Martina standesgemäß verabschiedet. Und für das Schützenfest war gleich ein erster Glanzpunkt gesetzt. „Die Atmosphäre passt“, zeigte sich Oberschaffer Werner Wodäge hochzufrieden mit der feierlichen Zeremonie, die zum zweiten Mal im Burghof stattgefunden hatte. Bei beeindruckender Akustik hatte die Neue Stadtkapelle aus Lüchow dabei aufgespielt. „Man sieht auch, dass die Anteilnahme wächst“, fügte Wodäge mit Blick auf die Zuschauer an.

Dann hatte Majestät Konschak am Sonnabend allerdings noch zwei wichtige Pflichten zu erfüllen: die Besichtigung des Regiments auf dem Platz vor der „Perle an der Ohre“ und die Verleihung von Orden an verdiente Schützenschwestern und -brüder auf dem Festplatz.

Beim Schützenfrühstück feierten die Bromer mit vielen Gästen.

Während am Samstagnachmittag die Schießwettbewerbe um die Würden des regimentsbesten Schützen und des Schützenkönigs den Erwachsenen volle Konzentration abverlangten, durfte sich der Nachwuchs beim Kinderfest am und im Festzelt vergnügen. Zwischendurch störten immer wieder Regenschauer für kurze Zeit den Festablauf. Pünktlich zur Proklamation jedoch war es damit vorbei, so dass die Krönung wie gewohnt auf dem Festplatz stattfinden konnte:

Zum Schützenfest gab es wieder reichlich Ehrungen.

Die erste feierliche Amtshandlung der frisch gekrönten Majestät war am Sonntag die Besichtigung des Regiments. Alle Korps hatten die bisherigen Feststrapazen gut überstanden. So nahmen König, Kronprinz und Kronprinzessin, begleitet vom Vorsitzenden der Königsgilde, in einer festlich geschmückten Kutsche Platz, um den ersten Ummarsch ihrer Amtszeit anzuführen. Der Marsch führte zum Festzelt, wo der Bromer Schützenverein gemeinsam mit seinen Gästen mit einem zünftigen Schützenfrühstück das Schützenfest 2015 ausklingen ließ.

Von Günter Zogbaum und Alexander Täger

In Bildern: Das Schützenfest 2015 in Brome

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