Bundesweiter Digitalpakt

Ausbau des technischen Standards an Bromes Schulen

Ein Junge lernt beim Homeschooling.
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Die Digitalisierung an Bromes Schulen wird vorangetrieben.
  • Hilke Bentes
    vonHilke Bentes
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Brome – Die Digitalisierung in Schulen: Besonders in der Corona-Krise hat diese Diskussion Fahrt aufgenommen, auch in der Samtgemeinde Brome. Die teils nur mangelhafte Ausstattung führte aber bereits vor der Krise zum bundesweiten Förderprogramm Digitalpakt, das den technischen Ausbau vorantreiben soll. Der Bromer Samtgemeinderat hatte bereits 2019 seine Zusage zum Projekt erteilt (das IK berichtete).

Im vergangenen Jahr hatte sich der Fachbereich Bau alle sieben Schulstandorte und deren technischen Voraussetzungen angeschaut. „Die erforderlichen Anpassungsarbeiten wurden dabei aufgenommen“, erklärt Samtgemeindebürgermeisterin Manuela Peckmann. „Mittlerweile wurden für alle Schulen die entsprechenden Förderanträge für den Digitalpakt geschrieben und gestellt.“

Infrastruktur und Endgeräte

In mehreren Schritten wird und soll die benötigte Infrastruktur erschaffen werden, um den digitalen Stand der Schulen an moderne Standards anzupassen. Die Maßnahme hat in den ersten beiden der insgesamt sieben Schulen schon begonnen. Denn für die technischen Endgeräte müssen auch die nötigen Kabel verlegt werden, um diese an die neuen Server anzuschließen. Beim ersten Schritt wurden diese nun schon in Brome und Ehra verlegt. Auf die fünf ausstehenden Genehmigungen für die Fördergelder wird noch gewartet. „Aber da sind wir auch optimistisch, dass wir bald starten können“, so Peckmann. Der große Teil der Umsetzung soll weiterhin in den Ferien stattfinden. So, muss kein Unterricht gestört werden.

Im zweiten Schritt sollen die Schulen mit W-Lan entsprechend ausgerüstet werden, damit die Endgeräte auch ohne Verkabelung nutzbar sind. „Damit sind sie auch nicht standortgebunden“, erklärt Peckmann. „Auch dafür sind schon die Anträge gestellt“, berichtet Tina Dreier-Jördens vom Fachbereich Schule.

Im vierten Schritt des Digitalpaktes sollen die Endgeräte wie Tablets, Laptops, moderne Boards und die nötige Software in die Schulen einziehen. Für diese Ausstattung hatten alle sieben Schulen in der Samtgemeinde entsprechende Konzepte erstellt, „denn jede Schule soll bedarfsgerecht ausgerüstet werden“, sagt Peckmann.

Vier Schritte also, bei dem erst nach und nach alle Anforderungen abgearbeitet werden müssen. „Es geht leider nicht so schnell, wie wir uns das selber wünschen“, sagt die Rathauschefin. Aber ohne die entsprechende Infrastruktur gehe es einfach nicht weiter. Insgesamt bewegen sich die Fördergelder bei knapp 521 000 Euro für die Umsetzung des Digitalpakts. Dass dieses Geld für alle Schritte und Schulen reicht, ist unwahrscheinlich. „Weitere Kosten werden sich für uns als Samtgemeinde nicht vermeiden lassen.“

Aber spätestens die Corona-Krise hat gezeigt, wie wichtig diese Ausstattung ist. Um den Schülern schon in der Zeit des Homeschoolings zu helfen, wurden über den Digitalpakt hinaus erforderliche Maßnahmen getroffen. Beim Sofortausstattungspaket des Bundes wurden bereits 32 Endgeräte für bedürftige Schüler an die Bromer Samtgemeinde-Schulen ausgeliefert. 25 gingen an die Realschule Rühen, 7 an Bromes Grundschule. Weitere 18 Geräte werden zudem noch erwartet

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