Blutspende am 5. Februar kurzfristig in die Räume der Grundschule verlegt

Bromer DRK sucht neue Bleibe

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Der DRK-Ortsverein Brome wird künftig seine Blutspendetermine nicht mehr in der Perle an der Ohre anbieten. Kurzfristig findet die nächste in der Bromer Grundschule statt.

Brome. Die Aufregung beim DRK-Ortsverein Brome um Vorsitzende Petra Müller-Kahlke ist groß. Joseph Schnall, Eigentümer der Gaststätte Perle an der Ohre, soll den Verein „vor die Tür“ gesetzt haben.

Weder Schnall noch seine Ehefrau wollten sich zu diesem Thema dem IK gegenüber äußern. Müller-Kahlke ist erschüttert: „Fakt ist, dass man mit uns nicht ehrlich umgegangen ist. Warum wurde uns kurzfristig die Tür gewiesen und alle anderen Vereine dürfen weitermachen wie bisher?“ Die nächste Blutspende am Montag, 5. Februar, veranstaltet der Ortsverein daher von 16 bis 20 Uhr in der Grundschule Brome.

Alle Plakate mussten vernichtet und neu gedruckt werden

Petra Müller-Kahlke, Vorsitzende DRK Brome

Müller-Kahlke kann das Vorgehen Schnalls nicht nachvollziehen: „Wir hatten eigentlich ein gutes Verhältnis. Am Tag der letzten Blutspende war ich selbst nicht vor Ort und musste mich auf die Äußerungen meines Teams verlassen. Sie sagten mir, dass alle Putzmittel und auch der Staubsauger nicht mehr an Ort und Stelle waren, sodass nicht gereinigt werden konnte. Wenn es seitens des Inhabers Probleme gab, muss er diese doch äußern.“

Das größte Problem für den Ortsverein ist die Planung der Blutspendetermine, denn diese müssen, so die Vorsitzende, mindestens ein halbes Jahr vorher abgestimmt werden. Die Termine in diesem Jahr hätten bis August festgestanden. „Dahinter steht ein gewaltiger Arbeitsaufwand. Alle Plakate, die auf die Blutspende am 5. Februar hinweisen, mussten vernichtet und neu gedruckt werden. Alle Ehrenamtlichen müssen separat eingeladen und informiert werden. Seit drei Wochen bin ich nur noch mit der Blutspende zugange“, beklagt Müller-Kahlke. Die Vorsitzende macht deutlich, dass der Verein nichts an den Blutspenden verdiene, lediglich die anfallenden Kosten erstattet bekomme. Sie betont, wie wichtig die Blutspendetermine sind, denn Blut könne nicht synthetisch hergestellt werden. Eine Konserve sei nur acht Wochen lang haltbar, insofern sei jede Blutspende von immenser Bedeutung.

Von Carola Hussak

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