Vorstandswahl mangels Anwesenheit der Mitglieder auf Mai verschoben / Mehr Engagement erwünscht

Bromer HGV nicht beschlussfähig

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Beim Bromer HGV liegt so einiges im Argen. Nicht nur die Beteiligung der Mitglieder beim Weihnachtsbaumanleuchten ließ zu wünschen übrig, sondern auch bei der jüngsten Versammlung.

Zicherie. Es knackt gewaltig im Gebälk des Bromer Handels-, Gewerbe- und Verkehrsvereins (HGV). Mangels Teilnahme war der Verein Dienstagabend bei seiner Jahreshauptversammlung nicht beschlussfähig – weder Vorstandswahlen konnten vorgenommen werden noch der Kassenbericht abgesegnet werden.

Am Donnerstag, 3. Mai, wird um 19 Uhr im Hotel Hubertus eine außerordentliche Sitzung einberufen werden. Bis dahin soll auch geklärt werden, ob sich die Vorsitzende Maren Schlütter erneut zur Wahl stellen darf – denn inzwischen hat sie kein Gewerbe mehr.

Bei drei Austritten im vergangenen Jahr zählt der HGV derzeit 50 Mitglieder. Dennoch hat der Verein – wie schon seit Jahren – mit den gleichen Problemen zu kämpfen: Es fehlt an Engagement. Das kritisierte Schlütter unter anderem beim Weihnachtsbaumanleuchten. „Aus unseren Reihen gab es nicht genügend Mitglieder, die beim Auf- und Abbau sowie beim Verkauf geholfen haben“, beklagt Schlütter. Dabei handele es sich um eine tolle Sache und es wäre schade, sollte der HGV seinen Stand aufgeben müssen. „Es gibt viele Vereine, die in den Startlöchern stehen. Und ist der Stand erstmal weg, dann ist das so. Ich möchte da eine gewisse Kontinuität haben“, erklärte Bürgermeister Gerhard Borchert.

Ein weiterer Knackpunkt sind die Ackerwagen, die seit Jahren privat in einer Scheune untergebracht sind. Beim Burgfest dienten sie als Schmuckstücke im Eingangsbereich. Der Scheunenbesitzer habe den Vertrag Ende 2017 gekündigt. Wie Bettina Beck informierte, müssen die Wagen spätestens bis Samstag weg, ansonsten stünden sie auf der Straße. Wenn alles glatt laufe, könnten die Wagen am Samstag verkauft werden. Zwei Interessenten habe Schlütter an der Hand.

Für reichlich Diskussion hatte die neue Weihnachtsbeleuchtung im Ort gesorgt. Die neuen Schneeflocken kamen nicht bei jedem gut an. „Wir haben uns auf der Christmas World-Messe mit dem Hersteller in Verbindung gesetzt. Die Flocken nimmt er zurück. Zur Probe bekommen wir nun zwei Sterne, 80 und 120 Zentimeter, für vier Wochen zur Probe zugeschickt. Alle 20 Schneeflocken werden 1:1 ausgetauscht“, so Schlütter. Diese sollen dann zur Probe aufgehängt werden und die Bewohner sollen dann darüber entscheiden – der Stern mit den meisten Stimmen wird zur Weihnachtszeit aufgehängt. Das Probe-Leuchten erfolgt, sobald die Sterne eingetroffen sind.

Von Carola Hussak

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