Die Kosten des digitalen Zeitalters

Bromer Haushaltsausschuss empfiehlt 392.200 Euro für EDV

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Die EDV kostet Geld: Allein Rathaus und Freibad melden für 2019 Mittel in Höhe von 296 300 Euro an. 

Samtgemeinde Brome – Insgesamt 392.200 Euro brutto sollen für die EDV über den IT-Verbund des Landkreises Gifhorn im Haushalt 2020 der Samtgemeinde Brome eingestellt werden, das empfahl jüngst der Haushaltsausschuss.

Darin nicht miteingerechnet sind die weiteren 184.900 Euro für die IT-Mittelanmeldung der Schulen, die bereits der Schulausschuss empfohlen hatte (das IK berichtete). Der Haushaltsausschuss schloss sich dieser Empfehlung einstimmig an. Doch die Samtgemeinde braucht auch abseits der Schulen jede Menge Informationstechnik – und die kostet.

Die oben genannte Summe ist eine Hochrechnung, da für 2019 noch keine Quartalsabrechnung des IT-Verbundes vorliege. Für 2018 hatte der der Samtgemeinde eine Rechnung in Höhe von rund 227.000 Euro brutto in Rechnung gestellt. In dieser Summe sind die Kosten für die Schulen ebenfalls ausgenommen. Mit der errechneten Summe plant man 4.400 Euro weniger als im Vorjahr ein.

Die Hochrechnung orientiert sich an der Mittelanmeldung. Die zeigt etwa für die IT-Kosten des Rathauses und Freibades mit 296.300 Euro für das laufende Jahr 6.600 Euro mehr als 2018. Die Mehrkosten ergeben sich etwa aus den 47.000 Euro allein für die Software Infoma, die im Rathaus genutzt wird. Dazu kommen noch je 5.000 Euro Mehrkosten für die neue Homepage der Samtgemeinde sowie für die Software der Gemeindekasse sowie weitere kleinere Beträge. Dem stehen aber Einsparungen gegenüber, wie etwa 8.000 Euro weniger für den gekündigten Festnetzanschluss und allein 10.400 Euro weniger für die alte Software adKOMM – für die bezahlt man aber weiterhin, wie der Fachbereichsleiter Finanzen und Erste Samtgemeinderat Alexander Pede auf Nachfrage von Gerhard Borchert bestätigte.

Den Mehrkosten im Rathaus und Freibad stehen Ersparnisse bei der Feuerwehr gegenüber. Brandschutz-EDV und Co. verschlingen nur noch 36.000 statt 47.000 Euro. Zwar haben sich durch die neuen Internetsticks für die Notebooks Mehrkosten von 3.500 Euro ergeben, dafür gibt man aber 15.000 Euro weniger für Software aus, da die Beschaffung der Laptops abgeschlossen ist.

Bei den IT-Kosten für Kitas (39.000 Euro), Jugendtreffs (12.500 Euro) und Büchereien (8.400 Euro) hat sich im Vergleich zum Vorjahr nichts verändert. Der Rat empfahl die Einstellung der Mittel in den Haushalt 2020 einstimmig.

VON DENNIS TESCH

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