Bromer Gemeinderat will maximal 1000 Euro für neues Linden-Gutachten ausgeben

Radweg ja oder nein?

Können die Linden gefällt werden oder nicht? Diese Frage soll ein erneutes Gutachten klären.
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Können die Linden gefällt werden oder nicht? Diese Frage soll ein erneutes Gutachten klären.

Brome. Das Thema Radwegbau an der Steimker Straße in Brome beschäftigte den Fleckenrat in seiner Sitzung am Mittwoch nicht zum ersten Mal. Um die Maßnahme bereits innerorts umzusetzen, müssten dafür Linden gefällt werden.

800 Euro sollen höchstens für eine fachliche Begutachtung fließen.

Im Mai hatten Vertreter der Gemeinde, der Unteren Naturschutzbehörde und der Landschaftspflege einen Termin vor Ort. „Nun hatte die Untere Naturschutzbehörde nochmal ein Gutachten gefordert. Die Kosten dafür sollen sich auf 3000 Euro belaufen“, zeigte Fleckenbürgermeister Gerhard Borchert kein Verständnis und ist in keinster Weise dazu bereit, die 3000 Euro zu bezahlen. „Wir hatten uns im Gemeinderat für eine Fällung der Bäume entschieden – für 3000 Euro können diverse Bäume gekauft werden“, war Ratsherr Adolf Müller (CDU) der Meinung.

Die Variante, den Fußweg zu verbreitern und die Linden stehen zu lassen, hat die Untere Naturschutzbehörde abgelehnt. Astrid Leibach (Grüne) wollte die Begründung wissen. „Die Begründung des Kreises lautet, dass durch die befestigte Straße die Bäume ohnehin mit zu wenig Nährstoffen versorgt werden. Wenn der Fußweg verbreitert wird, sei dann gar keine mehr gewährleistet“, erläuterte Borchert. Und dem reicht es. Er plant nun, noch einmal mit dem Land zu sprechen, „ansonsten bleibt die Situation, wie sie ist“.

Ebenfalls kein Verständnis zeigte Borchert für die Begründung, dass bis jetzt an dieser Stelle noch nichts passiert sei. „Da muss wohl erst ein großer Unfall geschehen“, bedauerte der Fleckenbürgermeister. Dietrich Schaefer (SPD) machte den Vorschlag, nicht 800, sondern maximal 1000 Euro für ein erneutes Gutachten einzuplanen. Nun ist die Verwaltung beauftragt, beim Gartenbau-Unternehmen Bock aus Neudorf-Platendorf die Kosten für ein Gutachten zu erfragen. Dem stimmte der Rat mit einer Enthaltung zu.

Die Idee für den Radwegbau kam auf, da die Landesstraße 287 zu einer Kreisstraße herabgestuft werden soll. Im Zuge dessen wollte der Landkreis Gifhorn einen Radweg bauen, an dessen Kosten sich die Samtgemeinde beziehungsweise die Gemeinde Brome mit 50 Prozent beteiligen sollen. Der vom Kreis geplante Radweg soll aber nur vom Ortsausgang bis zum Sportplatz reichen. Für die Ratsmitglieder macht es jedoch mehr Sinn, wenn der Radweg bereits innerorts am Gehweg beginnen würde.

Für die Radfahrer ergebe sich eine gefährliche Situation, wenn sie – von den Autofahrern nur schwer zu sehen – hinter den Linden auf die Straße wechseln würden. Daher sollten die Linden, nach der Prüfung einer Fachfirma, gefällt werden. Die zweite Variante war, dass ein Radweg, der hinter den Linden verläuft, gebaut werden könnte. Das lehnte die Kreisverwaltung ab.

Von Carola Hussak

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