Bromer Benefizkonzert für das Heimatdorf eines ghanaischen Jungen

Ein Treffen mit Bismarck

Das Anna-Schneider-Quartett animierte die Zuhörer in der Liebfrauenkirche zum Mitklatschen. Fotos: Michalzik
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Das Anna-Schneider-Quartett animierte die Zuhörer in der Liebfrauenkirche zum Mitklatschen.

Brome. Ein unterhaltsames Konzert mit schönen Stimmen, Harmonie, gelungener Instrumentalmusik und vielen Höhepunkten erlebten die Besucher am Samstagabend in der Bromer Liebfrauenkirche.

Zudem war die Veranstaltung einem guten Zweck gewidmet: Der Erlös der Spenden geht an eine Hebammenstation und andere soziale Einrichtungen in Ghana.

Pastor Rüdiger Kitzmann betonte in seiner Begrüßung, dass er in Übereinstimmung mit dem Vorstand den Kirchenraum sehr gern zur Verfügung gestellt habe, handele es sich doch um einen besonderen Anlass. Es gehe um Hilfe für Frauen, Mütter und werdende Mütter in Ghana getreu dem Bibelwort „Liebe deinen Nächsten wie dich selbst“.

Das Motto der Veranstaltung lautete „Meeting Bismarck“. Das ist der Name eines afrikanischen Jungen, der am 5. Oktober 2011 in Ghana geboren wurde. Die Hebamme Sonja Ligget-Igelmund war nach Afrika gereist. Sie wollte herausfinden, ob deutsche Hebammen auch ganz woanders ihren Beruf ausüben können. Zusammen mit ghanaischen Hebammen begleitete sie die Geburt Bismarcks. Seitdem besteht eine enge Freundschaft.

Was mit einem Päckchen begann, wurde zum Container voller Sachspenden für die Krankenstation, den Kreißsaal und Schulen in dem kleinen Ort Have, der Heimat Bismarcks. Jetzt sammelt die Hebamme Geld für Schulbücher, Schuluniformen und Medikamente. Ein großes Ziel sei es, einen Krankenwagen anzuschaffen, damit Frauen nicht mehr bei zu erwartenden Komplikationen per Anhalter ins Krankenhaus fahren müssten. Ligget-Igelmund stellte ihr Engagement während des Konzertes vor.

Zuvor hatte der Chor der Kirchengemeinde „DeAnCho“ mit gekonnt und gefühlvoll gesungenen Gospels und Spirituals für viel Anerkennung und Beifall gesorgt, bevor das Anna- Schneider-Quartett die Zuhörer mitriss. Besonders „A night like this“ kam richtig gut an, so dass die Menschen in der Kirche zu den rhythmisch betonten, schnellen Passagen begeistert mitklatschten.

„Moontax“ ist ein Männergesangsextett, das nach einigem Bekunden erst vor kurzer Zeit zusammengefunden hat. Dafür trug es Lieder in sehr schönen Harmonien mit gut ausgebildeten Stimmen vor. Die junge Geigenvirtuosin Maxi Sternagel verzauberte sowohl mit zwei Solostücken als auch mit einem gemeinsamen Auftritt mit „DeAnCho“ und der Band. Das Konzert klang aus, als Besucher, Chöre und Künstler gemeinsam „We are the world“ intonierten.

Von Horst Michalzik

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