Interessengemeinschaft hat sich den Kampf gegen die fast unaufhaltsame Abfallflut auf die Fahnen geschrieben

Brome: Vier Kubikmeter Plastikmüll gesammelt

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Fanden reges Interesse mit ihrem Stand vor dem Bromer Rewe-Markt: Harald Paul (v.l.), Frank Warnecke, Robin Jurzick und Anna Schneider. 

mi Brome. Mehr als vier Kubikmeter an Plastikabfällen hat die Bromer Gruppe „Bye bye Plastikmüll“ am 18. November gesammelt. Die Interessengemeinschaft hat sich den Kampf gegen die fast unaufhaltsame Flut von Plastikabfällen auf die Fahnen geschrieben.

Am Sonnabend baute sie vor dem Bromer Rewe-Markt einen Infostand auf, um Mitbürger auf das Problem anzusprechen.

Harald Paul, der mit Frank Warnecke, Volkhard Schuleit und Anna Schneider die Sammlung organisiert hatte, berichtete: „Vor allem haben wir Flaschen, Becher und Teller gefunden, wie man sie einfach aus dem Fahrzeugfenster wirft. Aber auch eine große Tonne war dabei und ein Gartenstrauch, der abgeschnitten und sorgfältig in Plastikfolie verpackt worden war.“

Der ursprüngliche Plan, zumindest einen Teil des entsorgtem Plastikmülls mitzubringen und auszustellen, ließ sich nicht verwirklichen. Ein Grillwagen hat an dieser Stelle üblicherweise seinen Platz, und der Fahrer forderte den auch ein. Doch blieben etliche Kunden an diesem Vormittag stehen, um sich zu informieren, und auch die Prospekte und kleinen Broschüren wurden gut nachgefragt. Warnecke hatte anlässlich der Sammlung betont, dass Brome und die Region zwar nicht der Mittelpunkt seien, doch gelte es, irgendwo anzufangen. Und auch im Ort und an den Straßen entstehe Plastikmüll. Schuleit: „Wir wollen informieren und darüber hinaus aktiv werden.“

Zum ersten Schritt auf dem Weg zu einer plastikfreieren Umwelt trafen sich deshalb 40 Sammler und Helfer auf dem Freibadparkplatz in Brome. Sie starteten nach der Begrüßung und der Einteilung der Gruppen ihre Sammlung. Die jüngsten Teilnehmer waren innerorts von Brome bis Altendorf unterwegs. Die älteren Mitwirkenden sammelten entlang der B 244 bis Croya und entlang der B 248 bis Voitze beidseitig, in Brome bis zur Gemarkung Steimke. Alle Arten von Müll wurden gefunden und von einer mobilen Truppe abtransportiert. Paul: „Ich hätte nicht gedacht, dass die Teilnehmer so akribisch vorgehen würden, um auch die kleinsten Fitzel aufzusammeln.“

So kam es, dass einige eigentlich eingeplante Straßenränder aus Zeitgründen nicht mehr von der Wohlstandslast befreit werden konnten. Im Anschluss an das Sammeln fand ein gemütlicher Ausklang bei einem kleinen Imbiss statt. Die Entsorgung der Sammelgüter bei einer Spezialfirma in Gifhorn erfolgt kostenfrei, da der Landkreis die Deponiegebühren übernahm. Für 2019 haben die Initiatoren weitere Veranstaltungen geplant.

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