Für Gemeinderat ist Sanierung der Brücke an der Steimker Straße vorerst vom Tisch / Sanierung möglicherweise über Fördermittel

Brome: „Die Rettungsfahrzeuge können jedes Haus erreichen“

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Die Brücke Steimker Straße bleibt vorläufig für Autos und größere Fahrzeuge gesperrt.

mi Brome. Die marode Brücke an der Steimker Straße in Brome bleibt weiterhin für Autos und größere Fahrzeuge gesperrt, Fußgänger und Radfahrer dürfen auch künftig passieren.

Um dieser Maßnahme Nachdruck zu verleihen, beschloss der Gemeinderat des Fleckens in seiner Sitzung am Dienstagabend in der „Perle an der Ohre“, durch Schikanen zu verhindern, dass noch irgendwelche Fahrzeuge dort hinüberfahren. Eine Bauwerksprüfung hatte ergeben, dass die Tragfähigkeit nicht mehr gegeben sei. Deshalb wurde das Bauwerk bereits 2014 gesperrt.

Die Verwaltung hat sich erkundigt, was es kostet, die Brücke von Grund auf instand zu setzen. Drei Varianten stünden zur Wahl: Brücke neu mit Widerlager für 94 000 Euro, neuer Rahmendurchlass: 80 000 Euro oder neuer Brückenüberbau für 64 000 Euro als günstigstes Angebot. Ein Rohrdurchlass kam nicht in Betracht, da sich die unter Naturschutzbehörde dagegen ausgesprochen hat.

Angesichts der klammen Haushaltslage wird auf eine umfangreiche Sanierung der Brücke verzichtet, beschloss das Gremium. Harald Paul von der Verwaltung begründete: „Die Verkehrsbedeutung der Brücke in der ‘Wasserstraße’ ist gering einzuschätzen.“ Deshalb sei die Instandsetzung zweitrangig. Es sei auch zu bedenken, dass die Arbeiten die Statik des Nachbargebäudes beeinträchtigen könnten. Rettungsfahrzeuge könnten jedes Haus in der „Wasserstraße“ erreichen. Versorgungsfahrzeuge gelangten bis zur Brücke. Die Abfalltonnen könnten mit zumutbarem Aufwand für die Anwohner zum nächsten Straßenabschnitt gebracht werden, der für die Wagen der Müllabfuhr erreichbar ist.

Der Gemeinderat schloss sich der Verwaltungsempfehlung mit einer Einschränkung an: Brome wird sich darum bewerben, als Teil einer Dorfregion in das Dorfentwicklungsprogramm des Landes Niedersachsen aufgenommen zu werden – das beschloss der Rat ebenfalls. Nach diesem Schritt soll eine Sanierung der Brücke erneut auf die Tagesordnung gesetzt werden, wenn möglicherweise über Fördermittel verfügt werden kann.

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