Bannier will Masterplan 2020

Brome: Kommunaler Klimaschutz soll Energie sparen und Emissionen senken

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Adolf Bannier bemüht sich um kommunalen Klimaschutz. Besonders das Engagement junger Leute freut ihn.

Brome – Das Thema Klimaschutz ist derzeit in alle Munde. Dabei kommt es auf jedes Individuum an, aber auch auf das große Ganze. Die vielen Kommunen in Deutschland bilden dabei die Schnittstelle zwischen dem einzelnen Bürger und dem Staat.

Daher will der Bromer Adolf Bannier den kommunalen Klimaschutz im ländlichen Raum stärken. Besonders junge Leute fordert der ehemalige Bürgermeister daher dazu auf, daran mitzuwirken.

Bannier verweist auf die Bemühungen des TV-Moderators Dirk Steffens: „Denn allein in Deutschland ist rund ein Drittel aller Tier- und Pflanzenarten vom Aussterben bedroht.“ Steffens will daher zusammen mit anderen den Artikel 91a im Grundgesetz um den Aspekt von gesunden Ökosystemen ergänzen. Ein wichtiger Schritt, wie Bannier findet.

Noch als Mitglied im Rat des Flecken hatte Bannier in einem Antrag der SPD/FDP-Ratsgruppe die Erstellung eines integrierten Quartierkonzeptes für einen kommunalen Klimaschutz in Brome gefordert, aber keine Mehrheit erhalten. Die Antragsteller waren im Vorfeld zu Besuch beim Flecken Steyerberg im Landkreis Nienburg, wo man ein entsprechendes Projekt angegangen war.

Bereits 2017 hatten die Steyerberger beschlossen, das „Energetische Quartierkonzept“ umzusetzen. „Damit soll erreicht werden, dass es zum Abbau der energetischen und städtebaulichen Missstände im Gebiet kommt“, berichtet die Verwaltung. Bestandteil davon sind etwa Modernisierungsvereinbarungen: Hauseigentümer verpflichten sich zu Sanierungen nach gewissen Vorgaben und erhalten dafür steuerliche Vorteile. Dazu sollen alle Gebäude der Gemeinde an ein Fernwärmenetz, das Abwärme eines Chemieunternehmens vor Ort nutzt, angeschlossen werden. Weitere klimafreundliche Sanierungen sollen folgen. So werde auch ein Sanierungsmanager eingestellt. Ziel ist es, bis 2050 Treibhausgas-Emissionen um 95 Prozent zu senken und 50 Prozent Endenergie zu sparen.

Bannier wünscht sich auch für den Flecken Brome ein Quartierkonzept. Dass derzeit auch besonders viele junge Menschen für den Klimaschutz auf die Straße gehen, gefällt ihm. „Das ist ein gutes Zeichen“, sagt Bannier. Gerne würde er mit der Unterstützung der Bürger – junge und junggebliebene – einen Masterplan 2020 auf den Weg bringen. „Auch im ländlichen Raum lässt sich so viel für die Umwelt tun“, sagt Bannier auch mit Blick auf die beschlossene Ortskernsanierung.

Interessierte erreichen Bannier unter (0 58 33) 73 35 oder per Mail an bannierbrome@t-online.de.

VON DENNIS TESCH

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