Steine des Anstoßes bleiben liegen / Alternativen fehlen

Brome: Kein Räumen der Gleise für Draisinenfest - Wegsanierung wird fortgesetzt

Die Ehrenamtlichen vom Förderverein Ohretalbahn hatten für ihr Draisinenfest 2019 schon Gleise frei gemacht. Über den Tülauer Weg wird aber wohl keine Draisine fahren: Hier hat die Gemeinde den Weg saniert (kl. Bild)und lehnt einen Rückbau ab. 
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Die Ehrenamtlichen vom Förderverein Ohretalbahn hatten für ihr Draisinenfest 2019 schon Gleise frei gemacht. Über den Tülauer Weg wird aber wohl keine Draisine fahren: Hier hat die Gemeinde den Weg saniert (kl. Bild)und lehnt einen Rückbau ab. 

Brome. Der Gemeinde des Flecken Brome hat diverse Wirtschaftswege mit Asphaltfräsgut, sehr zum Ärger der Draisinenfreunde, da so Gleisabschnitte der ehemaligen OHE-Strecke nicht mehr für den Draisinenverkehr nutzbar sind (das IK berichtete).

Man forderte von der Gemeinde, die Gleise regelmäßig frei zu machen. Das wurde kürzlich im Verwaltungsausschuss abgelehnt.

Die Verteilung von Asphaltfräsgut auf diversen Bromer Wirtschaftswegen hat einen ungewollten Nebeneffekt: am Tülauer Weg ist das Niveau des Schotterweges deutlich erhöht worden. Schon vorher sei das Befahren der ehemaligen OHE-Gleise mit einer Draisine grenzwertig gewesen. „Die Ehrenamtlichen haben schon schwer geschuftet und an weiten Teilen der Strecke gearbeitet“, erinnert sich Dieter Junge vom Förderverein Ohretalbahn. Draisinenfreunde aus Wittingen, Hankensbüttel, Parsau und Brome hatten dazu Pflanzen gestutzt und Gleise geräumt. Diese Vorbereitungen für das zweite Bromer Draisinenfest im April nächsten Jahres könnten nun teilweise umsonst gewesen sein.

Bromes Bürgermeister Gerhard Borchert versteht die Enttäuschung des Vereins, verweist aber auf die Notwendigkeit der Arbeiten: „Wir wollen damit ja niemanden ärgern.“ Die Gemeinde habe die Wege anhand einer Prioritätenliste aufgeschüttet. Und die Arbeiten sind noch nicht beendet. „Um den Sanierungsbedarf und die geäußerten Wünsche der Anwohner zu erfüllen, brauchen wir noch deutlich mehr Füllmaterial.“ Die bereits ausgebrachte Menge kam von Arbeiten vor Ort und wurde für die Schotterwege quasi recycelt. „Wir haben schon das versprochene Volumen bekommen, nur das reicht eben nicht.“ Die Wege rund um Brome werden also noch weiter saniert.

Die Sanierung der Zufahrt zur Genossenschaft am Bahnhof könnte das Draisinenfest ebenfalls behindern. Doch die Idee der Draisinenfreunde, die Gleise alljährlich freizuräumen und danach die Wege wieder aufzuschütten, wurde verworfen. „Für den Verwaltungsausschuss hat der dauerhafte Verkehr eindeutig Vorrang“, berichtet Borchert. Er schlägt weiterhin vor, den Startpunkt für das Draisinenfest in Wiswedel zu setzen. „Von dort kann man bis Radenbeck durchfahren“, sagt er. „Die kürzere Strecke ist weniger attraktiv“, betont Junge. Er rechnet mit Absagen andere Draisinenvereine. Rampenkonstruktionen seien für die Ehrenamtlichen des Fördervereins Ohretalbahn nur sehr aufwendig herzustellen und zudem zu teuer.

Von Dennis Tesch

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