Chef der Sicherheitsfirma schaltet im Streit mit Landkreis Gifhorn Anwalt ein

Brome: Viele Flüchtlinge stützen den Betreiber

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Der Chef der Sicherheitsfirma hat sich zu den Vorwürfen im Pastor-Bammel-Haus in einem Fernseh-Interview geäußert.

dk Brome. Der Betreiber der Flüchtlingsunterkunft im Bromer Pastor-Bammel-Haus hat sich in einem Fernseh-Interview zu den Anschuldigungen gegen ihn geäußert. Ein großer Teil der Bewohner der Unterkunft sprach sich dem Bericht zufolge beim Landkreis für den Betreiber aus.

Der Chef der Sicherheitsfirma, die die Flüchtlingsunterkunft im Pastor-Bammel-Haus betreibt, fühlt sich von der Berichterstattung des NDR (das IK berichtete) falsch und aus dem Kontext zitiert. „Der Vorgang liegt nun bei einem Anwalt. Daher bitte ich um Verständnis, dass ich mich dazu nicht weiter äußere“, sagte der Betreiber gestern auf IK-Anfrage.

Im Interview mit dem Fernsehsender Sat. 1 räumte er ein, Fehler gemacht zu haben: Er arbeite 16 bis 17 Stunden täglich und sei „auch nur ein Mensch“. Da könne es durchaus vorgekommen sein, dass er auch einmal laut geworden sei.

Gegenüber dem Landkreis stärkte offenbar rund die Hälfte der Unterkunftsbewohner dem Betreiber den Rücken. Die Erste Kreisrätin Evelin Wißmann äußerte sich dazu: „Es gibt vertragliche Verpflichtungen. Wir haben den Vertrag gekündigt, weil wir diesbezügliche Bedenken hatten – nicht, weil er mit den Flüchtlingen nicht klar kommt.“ Der Landkreis wolle an der Kündigung durchaus festhalten. Vorwürfe des Betreibers, nach denen er vom Landkreis keine Unterstützung erhalten habe, weist Wißmann zurück: „Wenn er etwas hätte gebrauchen können, hätte er einen Ton sagen müssen. So läuft es in den anderen Unterkünften ja schließlich auch. Wir hatten den Eindruck, er hätte die Lage im Griff.“ In mehreren Gesprächen seien vom Betreiber keine Anfragen nach Hilfsmitteln gestellt worden.

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