Lebendiges Tier tappte kürzlich noch in die Fotofalle

Brome: Fischotter tot aufgefunden

Brome. „Erst vor ein paar Tagen konnte ein lebendiger Fischotter von unserer Fotofalle, die auf der geplanten Bromer Südumgehung installiert ist, eingefangen werden.

Gestern Morgen fand ich einen toten Fischotter direkt vor unserer Haustür an der Steimker Straße im Graben“, bedauert Peter Kölling. Noch gestern Morgen informierte der Bromer das Umweltamt des Landkreises Gifhorn und das Otter-Zentrum in Hankensbüttel.

„Der Jagdberechtigte hat den ersten Zugriff auf das Tier. Wenn er den Fischotter nicht haben möchte, dann können wir ihn aufnehmen, schauen, woran er gestorben ist und ihn für eventuell spätere Forschungsarbeiten einfrieren“, erläutert Oskar Kölsch, stellvertretender Vorsitzender der Aktion Fischotterschutz, das mögliche Vorgehen. Otter abzuholen, die in der näheren Umgebung tot aufgefunden werden, sei für die Mitarbeiter eher ein geringer Aufwand. „Wir haben einige Tiere in der Tiefkühltruhe, die man nach ein paar Jahren noch obduzieren kann“, erklärt Kölsch im Gespräch mit dem IK.

Fest steht für den Vize-Vorsitzenden der Aktion Fischotterschutz, dass es gerade im Bereich der geplanten Ortsumgehung Brome ein Fischotter-Vorkommen gibt. Kölsch: „Aber jeder Straßenneubau ist für die Tiere ein Nachteil. Von daher sollte schon fischotterfreundlich gebaut werden.“ Man dürfe nicht vergessen, dass die Tiere ein relativ großes Revier haben, das nun mal in den Bereich der geplanten Ortsumgehung fällt.

Ob der Fischotter eventuell vergiftet wurde, kann nicht mit Sicherheit festgestellt werden. „Wir sind ja keine Forensiker. Wenn wir sezieren, dann machen wir das mit unseren Tieren, damit wir wissen woran sie gestorben sind“, erläutert Kölsch. Schließlich sei das Ganze auch eine ökonomische Frage – so eine Obduktion sei nicht billig. „Vielleicht können wir ohne Obduktion das Alter des Tieres feststellen und ob es Brüche aufweist, weil es angefahren wurde.“

Von Carola Hussak

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