Bürgermeister Borchert plant Bienenbrache im zweiten Bauabschnitt

Brome: Blühende Vielfalt im Mittelfeld

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Bromes Bürgermeister Gerhard Borchert freut sich über die blühende Vielfalt, die sich am Baugebiet Mittelfeld entwickelt hat – auch, wenn diese nicht jeden Geschmack zu treffen scheint.

Brome – Kamille, Schafgarbe und dazwischen roter Mohn: Die bisher ungenutzten Flächen im Bromer Baugebiet Mittelfeld sind eine Augenweide für jeden Naturfreund.

Und auf der Fläche des zweiten Bauabschnittes gegenüber hat Bürgermeister Gerhard Borchert eine Zwischenfrucht-Mischung ausgesät, damit dort eine einjährige Bienenbrache entsteht. Noch sind die Blüten der 13 Komponenten für die Honigbrache nicht entwickelt. Das hat auch mit dem Mangel an Regen zu tun.

Wenn unter anderem drei Kleesorten, Borretsch, Ringelblumen und Sonnenblumen blühen, dann hat sich auf dem ungenutzten Acker ein kleines Paradies für Insekten entwickelt. Das brachliegende Land wird mit ausgewiesenen Honigpflanzen ausgestattet. Landwirt Borchert sieht noch weiteren Nutzen: Wasser wird gespart, weil die Fläche nicht beregnet werden muss, die Saat durchwurzelt unterschiedliche Bodenhorizonte und wirkt stabilisierend auf das Bodengefüge.

Bienensterben und der Mangel an Insekten gehören zu den Hauptthemen der Zeit. Einerseits, weil sie für die Bestäubung von Pflanzen essenziell sind, aber auch, weil den gefährlichen Eichenprozessionsspinnern die natürlichen Feinde ausgegangen sind. Doch wenn der Bürgermeister Lob und Anerkennung aus der Bevölkerung erwartet hat, so wurde er sehr enttäuscht. Die Gemeinde sei nicht imstande, ihre Grundstücke vom Unkraut freizuhalten, wurde ihm vorgeworfen. Die Bauwilligen seien letztlich die Leidtragenden, müssten die lästigen Pflanzen entfernen. Borchert: „Es recht zu machen jedermann, ist eine Kunst, die keiner kann.“

VON HORST MICHAZIK

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