Samtgemeinde erweitert Tagesstätten / Schulgebäude werden saniert / Konzept für Erhalt des Freibades geplant

Brome baut Betreuung für Kinder aus

Im vergangenen Jahr wurde mit Hilfe des Fördervereins des Freibades Brome der Spielbereich für die Kinder umgestaltet. Eine Arbeitsgruppe soll Ideen sammeln, wie der Fortbestand des Bades gesichert werden kann. Foto: Bornemann

Brome. Eine lange To-do-Liste will die Samtgemeinde Brome in diesem Jahr abarbeiten. Im IK-Gespräch erläutet Samtgemeindebürgermeister Jürgen Bammel, was alles geplant ist. „Wir werden im Bereich Kindertagesstätte einiges machen.

Beispielsweise soll am Kindergarten in Rühen ein Anbau entstehen“, sagt er. In diesem werden zwei zusätzliche Räume Platz finden, so dass weitere Möglichkeiten für die Betreuung von Kindern entstehen. Insgesamt 720 000 Euro hat die Samtgemeinde für die Erweiterung vorgesehen.

„Durch die Ausweisung von Bauplätzen und die Nähe zu Wolfsburg können wir einen großen Zuzug verzeichnen. Der Bedarf nach weiteren Betreuungsmöglichkeiten ist hier dringend gegeben“, betont Bammel. Insgesamt werden in den zwei Kindergärten 150 Kinder betreut, in den beiden Krippengruppen sind es 30.

Die Grundschule in Parsau bekommt noch in diesem Jahr einen Erweiterungsbau. „Dort wird ein Multifunktionsraum gebaut“, erklärt Bammel. Mit der Einrichtung der Ganztagsschule am 1. August des vergangenen Jahres bestehe dringener Platzbedarf. Mit dem Bau trage die Samtgemeinde dem veränderten Angebot Rechnung.

Für die Grundschule in Brome wird ein Sanierungskonzept erstellt. „Das Gebäude stammt aus den 70er Jahren, mittlerweile besteht Handlungsbedarf“, erläutert Bammel. Fenster und Isolierung müssen dringend überprüft und verbessert werden. Außerdem wird an der Grundschule in Brome eine Fluchttreppe gebaut, so dass die Räume im Obergeschoss von der Schule genutzt werden können.

Grund zur Freude hat die Freiwillige Feuerwehr Tülau. „Sobald die Restarbeiten am neuen Feuerwehrhaus fertig sind, wird das Gebäude seiner Bestimmung übergeben“, kündigt Bammel an. Er ist stolz auf die Mitglieder der Wehr, denn diese haben viel Eigenleistung erbracht. Wie hoch diese genau sei, lasse sich noch nicht sagen.

Auch die Anschaffung des Tanklöschfahrzeuges (TLF) für die Freiwillige Feuerwehr Parsau-Ahnebeck wird vorangetrieben. Allerdings ist in diesem Jahr mit einer Auslieferung des Fahrzeuges nicht mehr zu rechnen. Der Beschluss, den der Rat der Samtgemeinde im Herbst 2012 in einer turbulenten Sitzung fasste, war nicht rechtskräftig (IK berichtete). Bedingt durch neue Vorgaben müssen sich die Ausschüsse erneut mit dem Kauf des TLF befassen.

Außerdem werde für die Samtgemeinde ein neuer Brandschutzbedarfsplan erstellt, so Bammel. Der jetzige müsse überarbeitet und neuen Gegebenheiten angepasst werden. In der Samtgemeinde Brome gibt es derzeit 15 Ortswehren, in denen eine hervorragende Jugendarbeit geleistet werde. „Nachwuchsprobleme haben wir in diesem Bereich nicht“, bekräftigt Bammel.

Für das Freibad in Brome wird ebenfalls ein neues Konzept erarbeitet. Bammel: „Ein Arbeitskreis soll ermitteln, was in dem Bad derzeit vorhanden ist und was geändert werden muss.“ Dieses Konzept wird dann an Fachleute zur weiteren Bearbeitung übergeben.

Das in den 1930er Jahren gebaute Bad wurde im vorigen Jahr mit Hilfe des Fördervereins um einige Attraktionen für Kinder bereichert. Alle Fraktionen seien sich einig, dass das Bad unbedingt für die Allgemeinheit erhalten bleiben müsse.

Das Gelände des Truppenübungsplatzes Ehra-Lessien wird auch die Samtgemeinde Brome intensiv beschäftigen. Eine Lenkungsgruppe, bestehend aus allen Beteiligten, soll eine Lösung für das 1700 Hektar große Gelände finden.

Von Meike Bornemann

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