Planung nach modernen Standards

Brandneues Feuerwehrhaus: 1,08-Millionen-Euro-Neubau für Ortswehr Brechtorf

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Der Grundriss des geplanten Feuerwehrhauses in Brechtorf zeigt dessen Modernität. Der Sozialtrakt mit den Schulungs- und Jugendräumen sowie getrennten und ausreichend großen Sanitäranlagen entspricht den Standards der FUK.

Brechtorf. Ein Neubau muss her: In Brechtorf soll ein brandneues Feuerwehrgerätehaus entstehen.

Die Pläne dazu wurden jüngst vom Feuerschutzausschuss der Samtgemeinde Brome zur Kenntnis und die entsprechenden Mittel – immerhin 1,08 Millionen Euro – in den Haushalt aufgenommen.

Die Ost-Ansicht der Planung zeigt die Tore des Feuerwehrhauses. Über sie wurde im Ausschuss noch diskutiert.

Das in Brechtorf vorhandene Feuerwehrgebäude hat lange gut gedient, kommt aber nun an seine Grenzen: Für moderne Fahrzeuge ist es zu klein, das gleiche gilt für die Schulungsräume. Außerdem sind keine ausreichenden Umkleide- und Lagermöglichkeiten sowie nur unzureichende Sanitäranlagen vorhanden. Die Samtgemeinde hat den Grundsatz aufgestellt, sich am Mindeststandard der Feuerwehrunfallkasse (FUK) orientieren zu wollen. Darum ist man sich bei der Feuerwehr und im Feuerschutzausschuss einig: Ein Neubau muss her, eine Erweiterung ist in Brechtorf nicht möglich.

Vertreter der Feuerwehr Brechtorf, der Samtgemeindeverwaltung und eines Fachplaners bildeten die Bauplanungsgruppe. So konnten alle Beteiligten ihre Kenntnisse in die Planung einfließen lassen. Die baurechtlichen Voraussetzungen sind mittlerweile geschaffen, das Bauleitverfahren ist abgeschlossen und genehmigt.

Das neue Feuerwehrhaus in Brechtorf wird in Massivbauweise mit Satteldach entstehen. Es wird genug Platz für den Einstellplatz für das Fahrzeug TSF Schlauch und das Rettungsboot RTB Typ 1 bieten. Durch ein separates Lager entsteht genügend Abstellfläche. Der Dekontaminationsbereich mit Stiefelwäsche sowie die Größe des Sozialtraktes mit dem Schulungsraum, der Umkleiden und mehr ist an der FUK orientiert.

Die geschätzten Kosten für das Gebäude ohne Innenausstattung liegen bei 980 000 Euro, die der Außenanlage bei 100 000 Euro. Die insgesamt 1,08 Millionen Euro könnten aber eventuell nicht reichen. „Der Markt ist gerade gesättigt, die Preise sind innerhalb eines Jahres um knapp 10 Prozent gestiegen“, sagte Samtgemeindebürgermeisterin Manuela Peckmann. Ein Kostenanstieg nach oben sei also möglich.

Der Feuerschutzausschuss nahm die Pläne einstimmig zur Kenntnis und die Mittel für das Bauvorhaben in den Haushalt 2019 mit auf. Es wurde aber vereinbart, die Höhe der Tore um zehn Zentimeter zu vergrößern. Die vorher geplanten vier Meter entsprachen genau der zugelassenen Höhe moderner Fahrzeuge und könnten zu knapp ausfallen. Auch wurde angemerkt, dass der Lagerraum von der Fahrzeughalle aus schwer zu erreichen sei.

Von Dennis Tesch

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