Feuer in Trocknungsanlage verursacht Schaden von 360.000 Euro

Tiddische: Biogasanlage lichterloh in Flammen

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Ein Feuer in einer Biogasanlage in Tiddische verursachte am späten Sonntagabend einen Schaden von rund 360 000 Euro. Rund 200 Brandschützer aus der Samtgemeinde Brome und dem Boldecker Land waren im Einsatz.

Tiddische. Hoher Sachschaden entstand am Sonntagabend beim Brand in einer Biogasanlage an der L 291 in Tiddische. Menschen wurden nicht verletzt. Es entstand ein Gesamtschaden in Höhe von rund 360 000 Euro.

Die Brandschützer waren unter Atemschutz im Einsatz.

Der Feuerwehr wurde um 21.19 Uhr zunächst ein Schwelbrand in einer direkt an der Biogasanlage befindlichen Trocknungsanlage für Gärungsrückstände gemeldet. Der Betreiber aus Tiddische und ein Mitarbeiter waren zuvor vom Alarmsystem der Biogasanlage auf eine Störung hin benachrichtigt worden. Beim Eintreffen drang bereits dichter Rauch aus der gesamten Trocknungsanlage. Zunächst wurden die Feuerwehren Ehra, Bergfeld, Hoitlingen und Tiddische alarmiert. Einsatzleiter Sascha Buerke aus Tiddische erkannte sofort die Gefahr einer schnellen Brandausdehnung und ließ alle Wehren der Samtgemeinde Brome nachalarmieren.

Zur Brandbekämpfung wurden zwei Löschabschnitte gebildet sowie eine Riegelstellung zwischen Trocknungsanlage und Biogasanlage aufgebaut. Aufgrund der zwischenzeitlich stark gestiegenen Rauchentwicklung war die Brandbekämpfung von außen nur noch unter schwerem Atemschutz möglich. Die Feuerwehr förderte zusätzlich über eine lange Wegstrecke mehr als 2000 Liter Wasser pro Minute zur Einsatzstelle. Da diese Maßnahmen nicht ausreichten und dringend zusätzliche Wasserreserven benötigt wurden, alarmierte Gemeindebrandmeister Frank Mosel den Löschzug Ost mit den Wehren aus Jembke und Barwedel aus der Samtgemeinde Boldecker Land nach. Alle verfügbaren Tanklöschfahrzeuge wurden so zusätzlich im Pendelverkehr eingesetzt und brachten mehrere zehntausend Liter Wasser zum Einsatzort. Zwischenzeitlich waren an beiden Brandabschnitten bis zu sieben Trupps mit rund 200 Einsatzkräften unter Atemschutz gleichzeitig im Einsatz.

Gemeindebrandmeister Mosel lobte die schnelle und koordinierte Brandbekämpfung durch alle Einsatzkräfte unter Leitung von Buerke. Dank ihrer Hilfe konnte der Brand auf die rund 150 Quadratmeter große Trocknungsanlage beschränkt werden, während der Betrieb der Biogasanlage normal weiterlaufen konnte. Ab 15 Uhr wurden bei Nachlöscharbeiten erneut aufflammende Glutnester bekämpft.

Der Brandort wurde von der Polizei beschlagnahmt. Die Ermittlungen zur Brandursache dauern noch an.

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