Böser Blick für die Raser

Drei Kilometer geradeaus: Auf der Strecke zwischen Brome und Mellin halten sich nicht alle Verkehrsteilnehmer an die erlaubten 100 Kilometer pro Stunde. Eine mobile Geschwindigkeitsanzeige-Tafel soll abschrecken. Archivfoto: Post

Brome. Zwischen Brome und Mellin darf man 100 Kilometer pro Stunde fahren, wenngleich sich nicht jeder daran hält. Wer schneller fährt, hat dort zurzeit aber nichts zu befürchten. Eine feste Blitzanlage gibt es an der Strecke nicht. Zumindest einen bösen Blick könnten sich die zu schnellen Verkehrsteilnehmer bald einfangen – als Abschreckung.

Ein Starenkasten wird die Verkehrssünder nicht ins Visier nehmen. Dafür sieht der Landkreis keine Notwendigkeit. Das wurde schon bei einem Ortstermin mit Polizei und Politik festgestellt. Nach Beobachtungen eines Anliegers an der Bundesstraße 248 und auf Anregung der Politik sollte vor Ort etwas passieren, um die Raser vor Ort zu zügeln. „Von Seiten des Fleckens Brome ist noch nichts passiert“, sagt die Leiterin der Verkehrsamtes des Landkreises Gifhorn, Marlene Dannheim-Mertens.

Der Landkreis zog in Betracht, eine mobile Geschwindigkeitsmessanlage vor Ort zu installieren, mit der man die erwischten Verkehrsteilnehmer hätte ahnden und zur Kassen bitten können. Die Bromer Verwaltung versucht es jedoch erstmal mit einem anderen Mittel. Die Raser auf der drei Kilometer langen Geraden zwischen Niedersachsen und Sachsen-Anhalt könnten sich in Zukunft einen bösen Blick einfangen – den braven Verkehrsteilnehmer blinkt ein freundliches Gesicht zu.

Eine mobile Geschwindigkeitsanzeige-Tafel soll es richten. In vielen Orten ein bekanntes Gesicht. Diese Anzeige-Tafel könnte „abschreckend“, wirken merkt Flecken-Verwaltungsmitarbeiter Harald Paul an. „Es sind schon Angebote eingeholt worden“, sagt Paul zu dieser Maßnahme. Mit Kosten ab 3000 Euro sind für eine Tafel zu rechnen.

Derzeit muss sich der Flecken noch gedulden bei den vom Gemeinderat abgesegneten Investitionen. „Wir warten ab, bis eine Haushaltsgenehmigung kommt“, erklärt der Verwaltungsmitarbeiter. „Oberste Prioriät“ für das Ressort Verkehr hat die Installation einer Dunkelampel für einen sicheren (Schul-)Weg am Neubaugebiet Windmühlenfeld an der Bundesstraße 244 in Brome.

Aufgrund der stark belasteten finanziellen Situation des Fleckens wäre man für Unterstützung zur Anschaffung einer Tafel an der B 248 sicher nicht abgeneigt.

Von Benjamin Post

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