Erste 25 Flüchtlinge beziehen in knapp zwei Wochen Quartier im Camp Lessien

Betreuung bis 1. Mai gesichert

In knapp zwei Wochen werden voraussichtlich keine Familien, sondern aller Voraussicht nach alleinreisende Männer im Camp Lessien untergebracht. Archivfoto: Hussak
+
In knapp zwei Wochen werden voraussichtlich keine Familien, sondern aller Voraussicht nach alleinreisende Männer im Camp Lessien untergebracht.

Ehra-Lessien. Die ersten 25 Flüchtlinge und Asylbewerber werden am Dienstag, 21. Februar, im Camp Lessien Quartier beziehen. Bis Anfang Februar waren im Kreisgebiet 1686 Flüchtlinge aufgenommen worden.

Aufgrund der aktuellen Quotenverteilung muss der Landkreis bis Ende dieses Jahres noch weitere 1047 Personen aufnehmen.

Aufgrund von Wohnraummangel hat der Landkreis zur Unterbringung der neu ankommenden Flüchtlinge vom Land Niedersachsen auf der Liegenschaft des ehemaligen Kasernengeländes in Lessien sechs Gebäude angemietet. In einer Pressemitteilung erläutert Landrat Andreas Ebel, dass in zwei Gebäuden der Wohnanlage inzwischen die Küchen eingebaut wurden. Bis zur tatsächlichen Belegung seien jedoch noch weitere Arbeiten – von der Überprüfung der Wasserleitungen bis zur Endreinigung – kurzfristig erforderlich.

Die Flüchtlinge, die am 21. Februar ankommen, werden dem Landkreis Gifhorn von der Landesaufnahmebehörde aus den Erstaufnahmeeinrichtungen zugewiesen. „In der jüngsten Vergangenheit wurden fast ausschließlich alleinreisende Männer von der Elfenbeinküste dem Landkreis zugewiesen. Inzwischen leben im Landkreis Gifhorn 247 Personen aus diesem Land“, heißt es weiter in der Pressemitteilung.

Am 1. Mai soll eine Betreiberfirma die Aufgaben übernehmen. Diese soll die soziale Betreuung der Personen, den Betrieb der Unterkunft und einen Shuttle-Service zur nächsten Bushaltestelle übernehmen. Zur Verwaltung der Wohnanlage und zur Betreuung der Flüchtlinge werden ein Heimleiter, ein Sozialarbeiter und ein Hausmeister vor Ort sein.

Zur interimsmäßigen Betreuung der Flüchtlinge vom 21. Februar bis zum 30. April wurden im Januar insgesamt vier mögliche Betreiber angeschrieben und zur Abgabe eines Angebotes aufgefordert. Drei von diesen Firmen haben sich an der Vergabe beteiligt. Der Zuschlag ist aufgrund des günstigsten Angebotes an die Firma Riesaer Wohnheimbetriebsgesellschaft erteilt worden. Diese Firma betreibt seit Anfang September 2016 auch das Pastor-Bammel-Haus in Brome. Zur Betreuung der Flüchtlinge wird diese Firma einen Heimleiter sowie einen Sozialarbeiter einstellen. Neben dem Hausmeister steht auf der Liegenschaft bis Ende April auch noch der Sicherheitsdienst zur Verfügung.

Von Carola Hussak

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare