Burg Brome startet mit „Lebendigem Museum“ in die neue Saison / Handwerker zeigen live ihre Kunst

Besucherflut in alten Gemäuern

Alles über die aufwändige Textilverarbeitung vergangener Tage erfuhren die Besucher des „Lebendigen Museums“ in der Burg Brome. Fotos: Michalzik
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Alles über die aufwändige Textilverarbeitung vergangener Tage erfuhren die Besucher des „Lebendigen Museums“ in der Burg Brome. 

Brome. In das „Lebendige Museum“ hatte die Mannschaft der Burg Brome zum ersten Mal in diesem Jahr eingeladen, und ein wahrer Strom von Interessenten flutete am Sonntag die alten Gemäuer.

Aus der nahen und fernen Umgebung kamen ganze Familien, um sich in den historisch original eingerichteten Werkstätten umzuschauen, den Handwerkern über die Schultern zu blicken oder auch, um selbst einmal zuzupacken und zu spüren, wie sich allerlei Material mit altem Werkzeug bearbeiten lässt.

Das Team des Museums Burg Brome hatte sich zusätzliche Attraktionen einfallen lassen. Dazu gehörte unter anderem die Stockbrot-Zubereitung über dem offenen Feuer.

In der Textilverarbeitung erfuhren die Besucher alles über Wollekämmen, Flachs- und Wollespinnen, Weben, Brettchenweben und Klöppeln. Ein Schaf scheren, die Wolle waschen, zupfen, kämmen, verspinnen und weben und schließlich aus dem Wolltuch Kleider nähen: Es ist ein arbeitsreicher Weg bis zum fertigen Produkt. Deshalb kann sich heutzutage kaum noch jemand einen Rock oder eine Hose leisten, die auf diese Weise hergestellt wurde, erfuhren die Gäste.

Eine Imkerei war in der Schmiede aufgebaut mit allen Produkten, die von den emsigen Bienen ermöglicht werden. Echte Meister der schwarzen Zunft zeigten Bleisatz und Bleidruck, und Tischler, Drechsler und Seiler waren im Obergeschoss zu erleben.

Im Burgcafé mit seinen selbstgebackenen Spezialitäten kamen die Frauen kaum mit der Bedienung nach. Zeitweise waren alle Tische bis auf den letzten Platz besetzt. Doch zusätzliche Angebote, die nicht an jedem Tag geboten werden, fanden ebenfalls reißenden Absatz. Da wurden in der alten Küche Buchweizen-Pfannkuchen am laufenden Band gebacken, und um ein offenes Feuer saßen vor allem die Kinder, um selbst Stockbrote herzustellen.

Vor der Burg bis in den Ort hinein standen die Autos Stoßstange an Stoßstange, und auf dem Burg-Parkplatz gab es keine freie Stelle.

Ziehen schon die ständig zugänglichen Exponate aus dem geschichtlichen Handwerk an allen Öffnungstagen viele Besucher an, so sind es zu den besonderen Ereignissen noch viel mehr Menschen, auch zu sehen bei dieser Saisoneröffnung.

Von Horst Michalzik

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