Haushaltsausschuss sagt ja zu neuen Grabformen in der Samtgemeinde Brome

Bestattung unter Bäumen

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Eine Urnenbestattung unter Bäumen ist in der Samtgemeinde Brome in Hoitlingen schon zugelassen.

Brome. Mit dem Thema Friedhof hatte sich am Montagabend der Haushaltsausschuss der Samtgemeinde Brome zu beschäftigen. Dabei ging es um die Neufassung der Friedhofssatzung und die Änderung der Friedshofgebührensatzung.

Mehrheitlich sprach man sich für eine Anpassung der Gebühren auf Landesdurchschnitt von rund 78 Prozent aus. Demnach wurde der Vorschlag der Verwaltung, eine Erhöhung um 100 Prozent zur Kostendeckung, abgelehnt. So kostet ein Einzelgrab statt 390 Euro künftig 490 Euro. Der Preis für eine Urnenbestattung steigt von 308 auf 419 Euro.

Wenn auch kaum belegt, soll die Nutzungsgebühr einer Friedhofskapelle/Leichenhalle 240 Euro kosten. Wie Manuela Peckmann, allgemeine Verwaltungsvertreterin der Samtgemeinde, informierte, ist die Nutzung der Friedhofskapellen eher rückläufig: „Viele Bestatter haben mittlerweile eigene Trauerräume und Kühlanlagen, sodass die Kapellen eher nicht genutzt werden.“

Swantje Baruschke (Grüne) stellte die Überlegung an, ob die Friedhöfe vielleicht nicht zu groß seien und die Flächen verkleinert werden könnten, um eine effizientere Nutzung zu erzielen. „Die Probleme bekommen wir sonst nicht vom Tisch“, ist sie überzeugt. Das erachtete Peckmann jedoch als schwierig, da viele Gräber verteilt seien. Peter Albrecht (SPD) schlug vor, dass die Verwaltung noch mal überlegen solle, wie Friedhofsflächen wirtschaftlich genutzt werden könnten.

Ein neues Angebot will die Samtgemeinde mit so genannten Rasengrabstätten schaffen, die sowohl für eine Sarg- als auch für eine Urnenbestattung genutzt werden können. Auch eine Urnenbestattung unter einem Baum soll ermöglicht werden. Wie Peckmann erläutert, entscheiden sich immer mehr Angehörige der Verstorbenen für pflegeleichte Grabanlagen. Daher wolle auch die Samtgemeinde entsprechende Angebote vorhalten.

Eine weitere Änderung ist die Reduzierung der Nutzungsjahre für Urnen auf 25 Jahre. Bei Erdbestattungen bleibt es bei 30 Jahren. Warum die Zeit bei den Erdbestattungen unverändert bleibt, wollte Baruschke wissen. Daraufhin entgegnete Peckmann: „Weil der Vergang nach 25 Jahren noch nicht soweit ist. Eine Urne ist nach 25 Jahren weg.“

Von Carola Hussak

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