Brome: Gemeinnützige Einrichtung kann unkomplizierter Mittel für kleinere Projekte einwerben

Rat begrüßt Förderverein Ohresee

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Welche Aktionen der künftige Förderverein am Ohresee und dessen Umfeld in Angriff nehmen wird, muss mit der Gemeinde Brome abgestimmt werden.

Brome. Einstimmig begrüßte der Gemeinderat des Fleckens Brome in seiner jüngsten Sitzung die Gründung des Fördervereins Ohresee. Mit dem neuen Förderverein sollen Projekte im Flecken unterstützt werden.

„Alle Aktionen, die den Ohresee und dessen Umfeld betreffen, sind mit dem Flecken abzustimmen“, betonte Bürgermeister Gerhard Borchert (CDU).

Der Bürgermeister freut sich, wenn sich Bürger finden, die die Gemeinde unterstützen wollen. Dennoch betont er im Gespräch mit dem IK: „Das Areal befindet sich im Landschaftsschutzgebiet, in dem es Auflagen gibt. Ein englischer Rasen würde also nicht in das dortige Bild passen.“ Auch das Schilf im Gewässer dürfe beispielsweise nicht einfach entfernt werden, das habe schließlich eine reinigende Wirkung. Dennoch ist Borchert überzeugt, dass der Verein eine positive Ergänzung zum Natur- und Angelverein, mit dem die Gemeinde bereits einen Bewirtschaftungsvertrag hat.

In einer Informationsveranstaltung im Februar über die Fördermöglichkeit Dorfregion war darauf hingewiesen worden, dass ein gemeinnütziger Förderverein Mittel für kleinere Projekte einwerben könne. „Das ist über einen Verein oft schneller und unkomplizierter möglich“, so Borchert. Ob der Flecken mit den Nachbargemeinden in die Dorfregion aufgenommen wird, entscheidet sich allerdings erst im Mai. Fördermittel können zudem erst nach dem Erstellen eines Dorfregionsplans beantragt werden. „Das wird erst in einem Jahr sein“, schätzte Borchert. Mit den Fördertöpfen Dorfregion und Leader+ sind bis zu 73 Prozent Fördergelder möglich.

Eine längere Diskussion gab es zu dem Antrag der SPD/FDP-Fraktion für das Anbringen von touristischen Unterrichtungstafeln an der geplanten Autobahn 39. Damit soll auf die Burg Brome hingewiesen werden. Für verfrüht hielt das Astrid Leibach (Grüne). „Für den Tourismus die Tourismus Südheide zuständig“, entgegnete sie. Zudem sei das Museumscafé gut ausgelastet und habe auch begrenzte Öffnungszeiten. Der Museums- und Heimatverein begrüße dagegen den Antrag, warf Rita Lange (SPD) ein. Mehrheitlich entschied der Rat, diese Aufgabe an den Tourismusverband Südheide weiter zu leiten.

Ohne Diskussion votierte der Rat, dem IT-Verbund des Landkreises beizutreten. Die Samtgemeinde Brome war bereits im Januar 2017 beigetreten. Mit dem Beitritt war auch ein Wechsel der Kommunalsoftware verbunden, die der Flecken Brome an seinen Arbeitsplätzen ebenfalls nutzt. Der Beitritt zum IT-Verbund beinhaltet eine neue Telefonanlage und ein „Rundum-Sorglospaket“ für Hardware und den Service. Hieraus ergeben sich neue monatliche Kosten von etwa 750 Euro. Dem Verbund beigetreten sind Rühen und Ehra-Lessien. Kritik gab es von Jürgen Bammel (FWG) zur Protokollführung der Sitzungen. Dort wurde unter anderem geschrieben, dass Bammel „viele unnötige Fragen“ stelle und „die Verwaltung unnötig belaste“. „Das ist eine Frechheit, dass das im Protokoll steht“, sagte Bammel. Er stelle Fragen nicht, um jemanden zu ärgern. Zudem reiche es nicht, Abstimmungen und Beschlüsse im Protokoll zu vermerken. „Wesentliche Inhalte der Beiträge sollten auch mitgeschrieben werden.“

Von Burkhard Ohse und Carola Hussak

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