Haus der kleinen Füße: Ausschuss empfiehlt Erweiterung

Bedarf an Kita-Plätzen in Brome kaum gedeckt

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Der Bedarf an Kita-Plätzen in der Samtgemeinde Brome steigt und ist derzeit nur knapp zu erfüllen. Am Haus der kleinen Füße sollen daher mindestens zwei Gruppenräume angebaut werden.

Brome – Der Bedarf an Kita-Plätzen steigt stetig. Bereits 2015 wurde eine sogenannte Modulanlage – der „Pavillon“ – der Bromer Kita Haus der kleinen Füße hinzugefügt. Doch das reicht nicht.

Das Problem herrscht in der ganzen Samtgemeinde Brome vor. „Wir können die Platzansprüche nur mit Zähneknirschen erfüllen“, sagte Samtgemeindebürgermeisterin Manuela Peckmann am Dienstagabend im Haushaltsausschuss. „Wir müssen mehr Gruppen haben.“ Auslastungszahlen und Prognosen des Landkreises Gifhorn für die Grundschule Brome zeigen, dass der Pavillon bestand haben muss. Um auch dem Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz der unter Dreijährigen zu erfüllen, ist auch eine Krippengruppe nötig.

Es ist eben dieser veränderte Rechtsanspruch, der die Gemeinden vor Probleme stellt: Ab dem ersten Geburtstag besteht ein Anspruch auf einen Betreuungsplatz, ab dem dritten ist dieser sogar beitragsfrei. Dazu kommt der gestiegene Bedarf an Ganztagsplätzen. Zudem steigt etwa im Flecken die Einwohnerzahl. „Ins Baugebiet ziehen junge Menschen ein“, sagte Bromes Bürgermeister Gerhard Borchert. Die Zahlen zeigen, dass die Kitas im Norden der Samtgemeinde schon im laufenden Jahr den Ansprüchen nicht genüge tragen.

Daher empfahl der Haushaltsauschuss wie auch schon der Jugendausschuss (das IK berichtete), die Bromer Kita zu erweitern. Man hat sich auf zwei zusätzliche Gruppenräume am Standort Brome festgelegt. Auch für die Eltern sei es von Vorteil, die Standorte nicht auseinanderzuziehen. „Damit kann auch die hervorragende Kooperation zwischen Kita und Grundschule so weiterlaufen“, sagte Peckmann. Die Planungskosten von rund 600 000 Euro sollen im Haushalt 2020 angesetzt werden.

Auch die Option auf einen dritten Gruppenraum wurde diskutiert. Um flexibel auf den Bedarf reagieren zu können, wurde der Standort offen gelassen. „Das könnte man dann auch in Voitze umsetzen“, griff Peckmann ein Beispiel aus der Luft.

Die geschätzten Kosten belaufen sich auf 700 000 Euro pro Gruppenraum mit den Nebenräumen, dazu käme die Ausstattung mit rund 25 000 Euro je Gruppe. Das Außengelände müsste für 150 000 Euro hergerichtet werden. Die Bromer Kita hatte angeregt, einen separaten Essensraum einzurichten. Das würde rund 75 000 Euro kosten, ist aber laut Verordnung für Mindeststandards nicht vorgesehen.

Für eine Erweiterung in Brome würde ein Teil des Sportplatzes der Grundschule benötigt, die Pavillon-Gruppe müsste befristet umziehen.

VON DENNIS TESCH

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