Gemeinderat Ehra-Lessien stimmt über Grundfeld III ab / Straßennamen stehen fest

Baugebiet geht in nächste Runde

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Hinter diesen Steinen in Lessien soll das neue Baugebiet Grundfeld III entstehen. Der Bebauungsplan lag aus und erneut hatten Institutionen und Bürger Zeit, Anregungen und Hinweise einzugeben. Diese prüfte der Gemeinderat nun mithilfe eines Experten.

Ehra-Lessien. Bei der jüngsten Sitzung des Gemeinderates Ehra-Lessien, die am vergangenen Mittwochabend stattfand, wurde über das Baugebiet Grundfeld III in Lessien gesprochen. Hinweise zum Bebauungsplan wurden abgewägt und auch die Benennung der Straßen war ein Thema.

Nils Funke vom zuständigen Planungsbüro für das Baugebiet Grundfeld III ging in der jüngsten Gemeinderatssitzung in Ehra-Lessien ausführlich auf eingegangene Anregungen und Hinweise zum Bebauungsplan ein, die in der Zeit der Auslage zusammen kamen.

Besonders der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) und die Untere Naturschutzbehörde hatten noch Hinweise eingegeben. Der BUND fragte an, wie die Flächen zu bewerten seien. Funke habe dies überrascht, da die Rechtslage klar sei. Zwar würden die dortigen Ackerflächen derzeit als Grünfläche genutzt, sie seien aber nach EU-Recht dennoch als Ackerflächen zu bewerten. Die Untere Naturschutzbehörde stimmte dem schließlich zu, schlug aber eine Umweltprüfung vor. Funke verwies in diesem Falle auf die bereits erfolgte Prüfung.

Konflikte, die das Landvolk angemeldet hatte, sind nach Einvernehmen mittlerweile ebenfalls vom Tisch. Die Niedersächsische Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr wies auf Bestimmungen zur Niederschlagswasserrückhaltung hin, die laut Funke allerdings im Grundfeld III so gar nicht gelte. Er empfahl dem Rat, auch diesem Hinweis nicht weiter nachzugehen. Von einzelnen Bürgern sei keine Anregung mehr eingereicht worden, sodass Funke hier von einer Zufriedenheit seitens der Bevölkerung ausgeht. Der Rat stimmteden Einschätzungen des Planers einmütig zu.

Der Rat beschäftigte sich auch mit der Benennung der dortigen Straßen. Ratsdame Katinka Ditges schlug vor, die Verlängerung der Straße Grundfeld ebenfalls Grundfeld zu nennen, um Verwirrungen zuvorzukommen. Da der Parallelweg mit Eichenweg eine botanische Bezeichnung hat, schlug sie weiterhin vor, dies auch im neuen Baugebiet fortzuführen. Die Wahl des Rates fiel auf Ahornring. Entsprechend soll dort in Zukunft auch pflegeleichter Ahorn gepflanzt werden. Die Entscheidung zur Benennung der Straßen erfolgte ebenfalls einstimmig.

Von Dennis Tesch

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