Ehra: Château Neuf zeigt „Kohlhiesels Töchter reloaded“ / Letzte Aufführung am 24. Mai in Wolfsburg

Bauernstadl-Musical sorgt für viele Lacher

Musikalisch und witzig-schrille Show: Das Wolfsburger Ensemble „Château Neuf“ zeigte das Bauernstadl-Musical „Kohlhiesels Töchter reloaded“.
+
Musikalisch und witzig-schrille Show: Das Wolfsburger Ensemble „Château Neuf“ zeigte das Bauernstadl-Musical „Kohlhiesels Töchter reloaded“.

Ehra. Viel zu lachen gab es am Freitag im Heidekrug in Ehra: Etwa 60 Zuschauer dürften sich bei dem Stück „Kohlhiesels Töchter reloaded“ bestens unterhalten gefühlt haben.

Die Wolfsburger Gruppe „Château Neuf“ zeigte ihre Variante des Schwanks, den Hans Kräly 1920 auf die Bühne brachte.

Dem Original folgten mehrere filmische Umsetzungen. Am bekanntesten dürfte die Variante mit Lieselotte Pulver in der Hauptrolle sein – Kult für das Team von Château Neuf. Markus Karg schrieb das Stück um, und heraus kam ein Bauernstadl-Musical mit jeder Menge Gags, Schlagern und bekannten deutschen Hits. „Wir wollten es nicht einfach nachspielen“, erklärte Karg. „Das wäre uns zu langweilig gewesen.“

Geblieben sei das Grundgerüst. Vater Anton Kohlhiesel (gespielt von Willi Bloch) will seine Kinder – die hübsche Liesel (Anna Laumanns), die kratzbürstige Susi (Tatjana Bloch) und seinen homosexuellen Sohn Roderich (Markus Karg) – unter die Haube bringen. Das Problem: Bevor Liesel, deren künftiger Ehemann als Mitgift den Hof erhält, heiraten darf, müssen erst ihre anderen Geschwister verheiratet sein – das musste Anton seiner Frau auf dem Sterbebett versprechen.

Zusammen mit Bürgermeister Kloppstedt (Clemens Rother), Polizist Obermaier (Jürgen Harings), der Magd Elsbeth (Uta Bode) und Roderichs Mutter Adele (Elke Schulz) folgt eine Geschichte mit vielen Intrigen, lustig-derben und manchmal auch schrillen Dialogen – und natürlich einem Happy End, bei dem die Hochzeitsglocken läuten. Obendrein sorgte die Gruppe mit Schlagern der 1970er Jahre und deutschen Hits von den Ärzten bis zu Herbert Grönemeyer für ausgelassene Stimmung im Saal.

Begleitet und arrangiert wurde das Stück von Thomas Bode. „Kohlhiesels Töchter reloaded“ ist das sechste Stück von Château Neuf. Die Gruppe hat ihre Wurzeln in der Musik, unter anderem in Gospel und Satzgesang. „Zum Theater kamen wir eher zufällig“, war von der neunköpfigen Gruppe zu hören. „Das besondere ist: Wir singen und unterhalten die Leute.“ Der Name Château Neuf, deren Stücke alle selbst geschrieben sind, leitet sich von der Flechtorfer Burg Campen ab, wo die Akteure proben.

Wer den Schwank noch nicht gesehen hat, bekommt noch eine Chance: Am 24. Mai um 20 Uhr findet nämlich die Abschiedsshow im Wolfsburger Hallenbad statt. Wohlgemerkt von Kohlhiesels Töchter, nicht von Château Neuf, wie die Gruppe klarstellt. „Es geht weiter“, versprach Karg, der schon wieder an einem neuen Stück arbeitet.

Von Alexander Täger

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare