Rühen: Einsatz für Feuerwehren aus der Samtgemeinde Rühen auf einem Schiff

Batterien drohen zu explodieren

Die Wehren der Samtgemeinde Brome hatten gestern Mittag einen Einsatz in Rühen.
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Die Wehren der Samtgemeinde Brome hatten gestern Mittag einen Einsatz in Rühen.
  • Carola Hussak
    VonCarola Hussak
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Rühen. Der Schiffsführer des in Rühen vor Anker liegenden Frachtschiffes MS Selandia aus Minden meldete gestern Mittag in der Einsatzleitstelle Gifhorn eine starke Rauchentwicklung im Maschinenraum.

Für den Zug 17-3 der Samtgemeinde Brome mit den Wehren Rühen, Brechtorf und Eischott wurde Alarm ausgelöst. Gemeindebrandmeister Frank Mosel wurde ebenfalls sofort mitalalarmiert.

Der Rühener Ortsbrandmeister Jens Hohnke übernahm die Einsatzleitung und entschied nach Erkunden der Lage von außen, dass die Schwerpunktwehr Brome mit dem Gerätewagen Gefahrgut hinzugezogen werden musste, da zwei große Schiffsbatterien im Inneren schwelten. Aufgrund der möglichen Explosionsgefahr der zwei je etwa 50 Kilogramm schweren Batterien wurde der Zug 17-2 mit den Wehren Parsau, Tülau, Kaiserwinkel und Voitze ebenso hinzugezogen wie die Ortswehren aus Altendorf und Zicherie.

Wegen potentiell austretenden Gasen wurde direkt an der Einsatzstelle ein Sicherheitsradius gebildet, der nur mit schwerem Atemschutz betreten werden durfte. Die Schiffsbesatzung wurde zuvor in Sicherheit gebracht. Aufgrund des schnellen Eintreffens der Feuerwehr hatten sich die Batterien erst auf knapp 80 Grad erhitzt und konnten durch gezieltes Abklemmen und Kühlen vor einer Explosion bewahrt werden. „Dieser eher unwahrscheinliche Fall hätte jedoch im Maschinenraum schweren Schaden ausgelöst“, war Einsatzleiter Hohnke überzeugt, der in diesem Zusammenhang insbesondere der Schwerpunktwehr Brome ausdrücklich für die Unterstützung bei diesem Gefahrgutfall dankte.

Nach Kühlung der Batterien und Lüftung des Maschinenraums konnte die Einsatzstelle wieder an den Schiffsführer übergeben werden. Zwischenzeitlich sperrte die Polizei den Zuweg am Kanal, ein ebenfalls alarmierter Rettungswagen kam nicht zum Einsatz. Die große Anzahl Einsatzfahrzeuge sorgte in einem Ausflugslokal und in Rühen zunächst für große Aufregung. Die Besucher des Lokals verhielten sich jedoch besonnen und wurden durch die Feuerwehr über den Einsatz informiert. Dieses Verhalten war sehr positiv und ermöglichte den Einsatzkräften die optimale Abarbeiten der Lage, betonte Feuerwehr Pressesprecher Michael Gose.

Von Carola Hussak

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