Problem: Zu wenige ehrenamtliche Helfer für die Arbeit in den verschiedenen Anlaufstellen

Bald Ausgabestelle der Tafel in Brome

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Die evangelische Kirchengemeinde Brome stellt der Wittinger Tafel ihre Räumlichkeiten für die Ausgabestelle in Brome zur Verfügung. 

Brome/ Wittingen. Die Tafel Wittingen kann sich demnächst über eine neue Ausgabestelle in Brome freuen: Dort sind die Weichen zumindest schon gestellt. Nun heißt es: warten auf das Okay aus Berlin.

„Wann genau die Ausgabestelle der Tafel in Brome starten kann, kann ich zu diesem Zeitpunkt noch nicht genau sagen“, erklärt Laura Osterloh- Gailliaert, Vorsitzende der Wittinger Tafel. „Wir haben bereits einen entsprechenden Antrag gestellt. Alles weitere wird dann in Berlin entschieden. Ich rechne damit, dass das Okay in den nächsten Tagen kommen wird.“ Vorraussichtlich werde man laut Osterloh-Gailliaert Ende Februar oder Anfang März starten können. Diese Ausgabestelle soll vor allem denen helfen, die keine Möglichkeit haben, zu der Tafel in Wittingen zu gelangen. „Es sind ganze 25 Prozent all unserer Kunden, die aus Brome stammen.“

Für Osterloh-Gailliaert sei momentan die größte Baustelle bei den ehrenamtlichen Helfern: „Für Wittingen fehlen uns die Helfer. In Brome sieht das schon gut aus, da haben sich bereits fünf angemeldet. Doch wäre noch größere Resonanz natürlich besser.“ In Wittingen seien die vorhandenen Helfer Dienstags und Freitags meist zwischen acht und neun Stunden aktiv. Den Dienst am Mittwoch und Donnerstag wolle und könne sie „diesen fleißigen Leuten nicht auch noch abverlangen“. Denn auschließlich donnerstags werde dann in Brome das Essen ausgegeben und mittwochs, wenn alles soweit ist, in Hankensbüttel.

Dabei habe sie eine Vorstellung, was man gegen diesen Mangel an Helfern tun könnte: „Ich frage mich, warum kann es nicht sein, dass die Hilfsbedürftigen, die immer etwas von der Tafel erhalten haben, nicht darüber nachdenken, nun einmal etwas zurückzugeben.“ Ihre Idee: Die Kunden der Tafel könnten von sich aus anbieten, vormittags mal einzuspringen und auszuhelfen. „Denn es wäre wirklich schade, wenn diese Projekte, sowohl in Brome als auch in Hankensbüttel, an dem Mangel an ehrenamtlichen Mitarbeitern scheitern würden.“ Die Räumlichkeiten für die Ausgabestelle werden von der evangelischen Kirchengemeinde in Brome zur Verfügung gestellt. Dazu gehören unter anderem auch Tische.

Osterloh-Gailliaert blickt trotz der genannten Problematik zuversichtlich in diese neue Zeit: denn wenn die Personen, die zuvor aus Brome und Hankensbüttel zur Wittinger Tafel pendeln mussten, nun vor Ort ihren Anlaufpunkt haben, würde die Stelle in Wittingen etwas entlastet werden. „So müssen wir in Wittingen vermutlich weniger Leute versorgen“, erläutert sie. Eine der ehrenamtlichen Helferinnen in Brome arbeitete auch schon in Wittingen. Sie kenne das System bereits und würde den Neuen in Brome dann zu Seite stehen. Osterloh-Gailliaert werde zunächst auch noch mit vor Ort helfen und sich einen Eindruck verschaffen.

Die Kunden, die in den Ausgabestellen Ware erhalten wollen, müssen sich zunächst anmelden und erhalten dann einen Ausweis. „Man kann nicht in Wittingen, Brome und Hankensbüttel gleichzeitig Ware erhalten. Ihr Ausweis gilt dann nur für eine einzelne Ausgabestelle“, erklärt Osterloh-Gailliaert. Am 18. Februar werde man nun zunächst einmal in den Räumlichkeiten der Wittinger Tafel umräumen um mehr Lagerraum zu schaffen. „Ich wollte möglichst erstmal das Umräumen in Wittingen fertigstellen, bevor wir in Brome starten.“

Von Carola Hussak

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