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Autohaus Gades unter dem Hammer

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Alle Vermögenswerte des Autohauses Gades sollen zu Geld gemacht werden, verraten Marko Gades und der zuständige Insolvenzverwalter. Dazu werden über 700 Posten im Internet versteigert. Wie es mit dem Gelände weiter geht, ist noch unklar.
Alle Vermögenswerte des Autohauses Gades sollen zu Geld gemacht werden, verraten Marko Gades und der zuständige Insolvenzverwalter. Dazu werden über 700 Posten im Internet versteigert. Wie es mit dem Gelände weiter geht, ist noch unklar. © Michalzik

Brome. Alle Vermögenswerte des Autohauses Gades sollen veräußert werden. Der Insolvenzverwalter des Bromer Unternehmens verrät im IK-Gespräch, wie es weitergeht.

Mitte April teilte das Autohaus Gades über Social Media mit, dass man einen Antrag auf Insolvenz gestellt habe (das IK berichtete). Zu dieser Zeit klang dies noch optimistisch, doch schon bald stand fest, dass man nicht mehr vorankommt. Das entsprechende Insolvenzverfahren wurde dann im Juli eröffnet. „Wir haben keinen Investor gefunden und konnten keine Einigung mit der Bank erzielen“, sagt Geschäftsführer Marko Gades gegenüber dem IK. „Jetzt wird alles liquide gemacht.“

Der dafür zuständige Insolvenzverwalter ist der Rechtsanwalt Cord von Kalm. Für die Kanzlei „Trittermann und Kollegen“ aus Braunschweig betreut er das Autohaus Gades. Er bestätigt, dass man den Bestand des Unternehmens zu Geld machen will. „Über 700 Positionen werden online versteigert“, verrät von Kalm. Das gesamte Inventar von Büromöbeln bis zu den Maschinen wird verkauft werden. Auch das restliche Anlagevermögen wird möglichst veräußert. „Das ist langwieriger Prozess“, sagt von Kalm. „Vermutlich wird es etwas länger als drei Jahre dauern, bis das Verfahren abgeschlossen ist.“ Pläne über eine mögliche Verwendung des Geländes und der Gebäude sind zur Zeit noch nicht bekannt. Die nächsten Schritte werden nach einer Gläubigerversammlung Anfang Oktober beschlossen.

Kunden des Autohauses müssen derweil nicht um ihr Eigentum fürchten. Eingelagerte Räder etwa bleiben ihr Eigentum und werden als solches nicht verkauft. Der Geschäftsbetrieb hingegen ist eingestellt. „Kunden, die noch Forderungen offen haben, sollten diese schnellstmöglich anmelden“, rät von Kalm. Und sich bald einen neuen Händler ihres Vertrauens suchen.

Von Dennis Tesch

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