Als der Schmuggel in Brome weit verbreitet war / Wanderung zur 1000-jährigen Grenze

Ausflug in die Geschichte und die Feldmark

Bromes Museumschef Dr. Christoph Schmidt begrüßte mehr als 20 Teilnehmer zu einer historischen Wanderung. Foto: Michalzik
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Bromes Museumschef Dr. Christoph Schmidt begrüßte mehr als 20 Teilnehmer zu einer historischen Wanderung.

Brome. Zu einer Osterwanderung vor historischem Hintergrund hatte das Museum der Burg Brome eingeladen, und es waren schließlich mehr als 20 Interessenten, die sich auf dem Burghof in Brome versammelten, um dem Museumschef Dr.

Christoph Schmidt in die Feldmark und in die Geschichte der unmittelbaren Umgebung zu folgen. In seiner Einführung hatte Schmidt betont, dass die Grenze seit mindestens 1000 Jahren an der Stelle der jetzigen Landesgrenze besteht.

Während etliche Ortsnamen um Brome herum auf wendischen Ursprung verwiesen, sei es der Archäologie noch nicht gelungen, typische wendische Keramik in diesem Gebiet sicherzustellen, erklärte der Historiker. Auf dem Weg zur Grenze erzählte Schmidt, dass die Bromer Burg der Befestigung dieser Linie gedient habe. Lebendig und spannend berichtete er von Sachsen und Slawen, von Heinrich dem Löwen in Braunschweig und von der kurzen Zeit, in der Brome brandenburgisch war.

Die Zuhörer lauschten den Geschichten aus der Zeit der Preußen, in der Schmuggel weit verbreitet war, und schließlich denen vom „anderen Deutschland“, das bis vor wenigen Jahrzehnten jenseits der Grenze bestand. Ziel am Wendepunkt waren die Markierungshügel, die aus dem 17. Jahrhundert stammen und sich in Ost und in West befinden. Vor und nach dem Fußmarsch bei typischem Aprilwetter war das Burgcafé beliebter Treff, wo sich die Teilnehmer wärmten und stärkten.

Von Horst Michalzik

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