Auch im Wald wird sich ausgetauscht

Freundschaftspflege: Im vergangen Jahre besuchten die Franzosen die Samtgemeinde Brome und verbrachten einen Abend im Parsauer Bürgerzentrum. Die Bromer Delegation startet am 31. Mai zum Gegenbesuch in die Bretagne. Archivfoto: gib

Brome. Es wird wieder viel geredet. Wie das eben so ist, wenn zwei Freunde aufeinander treffen. Die Samtgemeinde Brome und La Guerche-de-Bretagne leben die bilaterale Beziehung zwischen Deutschland und Frankreich vor.

Ende Mai macht sich wieder eine Bromer Delegation auf den Weg. Im Nachbarland geht es bei dem Partnerschaftsbesuch um ein aktuelles Thema: erneuerbare Energien.

Während des dreitägigen Aufenthaltes zieht es die Deutschen und die Franzosen in den Wald. Die Delegationen wollen sich das Holz in Fougères ansehen. „Da werden wir in den Staatswald gehen“, sagt der Vorsitzende des Partnerschaftskomitees auf deutscher Seite, Jörg Böse. Im Staatsforst soll es um die Nutzung des Waldes respektive die des Holzes für erneuerbare Energien gehen. Die Besuche der Partner müssen unter einem Thema stehen, damit Fördergelder aus Brüssel fließen. Das Thema ist mit dem Hintergrund der Energiewende aktueller denn je – und Frankreich setzt wohl auch in Zukunft eher auf Atomenergie.

Böse erwartet „Austausch und Diskussionen“. „Da bin ich gespannt“, so der Lessiener. Doch die Partner wollen keine Politik machen. Hauptsächlich geht es bei dem Besuch um die Freundschaftspflege. Nach der Abfahrt am 31. Mai wird zunächst Paris angesteuert, nach einer Nacht in der französischen Hauptstadt rollen die beiden Busse weiter in die Bretagne, wo die Bromer drei Tage verbringen. „Wir werden mit zwei Bussen fahren“, das hilft uns bei der Programmgestaltung vor Ort“, erklärt der Vorsitzende des Komitees.

Für die Jugendlichen ist ein „Highlight“, eingeplant: Sie fahren nach Saint-Malo, das im Norden der Bretagne an der Küste liegt. „Eine wunderschöne Stadt“, weiß Böse. Er war bereits viermal mit der Delegation in Frankreich. In diesem Jahren machen sich zirka 80 Bromer auf die rund 1200 Kilometer lange Fahrt in die Bretagne. Das Treffen der Freunde wird seit 1983 mit abwechselnden Besuchen veranstaltet. 2011 besuchten die Bretonen die Samtgemeinde.

Von Benjamin Post

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